Auf der Kippe: Die U23 des FC St. Pauli zwischen Abstieg und neuer Chance
Heute ist der 10.06.2026, und in St. Pauli herrscht eine Mischung aus Aufregung und Unsicherheit über die Zukunft der U23-Mannschaft des FC St. Pauli. Die Situation ist alles andere als klar, denn die Kicker haben gerade den Abstieg aus der Regionalliga Nord hinter sich. Jetzt fragt sich jeder: Wo geht’s für die Talente hin? Ein Zwangsabstieg von 1860 München hat zwar einen Platz in der dritten Liga freigemacht, aber ob die U23 von St. Pauli dort landen kann, steht noch in den Sternen.
Ralph-Uwe Schaffert, der Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes, hat in einem Interview eine 99-prozentige Wahrscheinlichkeit ausgesprochen, dass der TSV Havelse in der dritten Liga bleibt. Das klingt für die U23 nicht besonders ermutigend, denn sollte Havelse tatsächlich bleiben, wird der freie Platz in der Regionalliga Nord an die U23 des FC St. Pauli vergeben. Das wäre natürlich ein Lichtblick für die Jungs, die sich im nächsten Jahr vielleicht wieder in der Regionalliga beweisen könnten.
Die Entscheidungsfindung
Die Entscheidung über die Zulassung des TSV Havelse wird am Donnerstag verkündet. Schaffert, der auch Vorsitzender des Zulassungsbeschwerdeausschusses ist, hat bereits angedeutet, dass die Bedingungen für Havelse in wirtschaftlicher und technisch-organisatorischer Hinsicht erfüllt sind. Das bedeutet, dass die U23 von St. Pauli auf der Kippe steht – wird die Klasse gehalten oder droht ein weiterer Abstieg?
Eine Rückkehr in die Regionalliga könnte für die U23 eine Chance sein, sich zu stabilisieren und neue Talente zu entwickeln. Immerhin wurde die Regionalliga erst zur Saison 1994/95 als dritthöchste Liga wieder eingeführt, nachdem sie zuvor in den 70er Jahren abgeschafft worden war. Damals haben die Meister der Regionalliga die Möglichkeit gehabt, direkt in die 2. Bundesliga aufzusteigen, was für viele Vereine ein bedeutender Schritt war.
Die Historie der Regionalliga
Die Regionalliga Nord hat seit ihrer Wiederbelebung viele Veränderungen durchgemacht. Ursprünglich war sie dreigleisig geplant, doch regionalen Interessen und Einsprüchen war es geschuldet, dass sie letztendlich in zwei Staffeln aufgeteilt wurde. In den ersten Jahren war es nicht unüblich, dass der Vizemeister der Liga um die Deutsche Amateurmeisterschaft spielte. Und während die Regionalliga immer wieder Reformen unterlag, blieb eines konstant: Die Leidenschaft des Fußballs in Norddeutschland.
Die U23 von St. Pauli steht also an einem Scheideweg. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, und ganz St. Pauli hält den Atem an. Fußball ist nicht nur ein Spiel; es ist Emotion, Identität und eine Gemeinschaft. Die Frage bleibt: Wird die U23 die Klasse halten und die Chance nutzen, in der Regionalliga weiterhin mitzumischen? Nur die Zeit wird es zeigen.
