Der 28-jährige Florian Heptner aus Taufkirchen steht vor einem großen Schritt in seiner Laufbahn: Am 23. Mai 2026 wird er um 9 Uhr im Münchner Liebfrauendom von Erzbischof Reinhard Marx zum Diakon geweiht. Mit dieser Weihe erhält Heptner wichtige Befugnisse, unter anderem die Erlaubnis, Taufen durchzuführen und Hochzeiten sowie Beerdigungen zu begleiten. Bereits jetzt hat er in Amerang, wo er seit September 2025 tätig ist, einige Taufanfragen erhalten, was seine neue Rolle weiter festigt.

Heptners Lebensweg könnte abwechslungsreicher nicht sein. Vor seinem Eintritt ins Priesterseminar machte er eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer und war einige Zeit bei Dachser beschäftigt. „Der Bruch vom Lkw-Fahrer zum Diakon ist vielleicht nicht alltäglich, aber für mich war es der richtige Weg“, reflektiert er. Während seiner vierjährigen theologischen Ausbildung im Spätberufenenseminar Lantershofen hat er zahlreiche Herausforderungen gemeistert und kam mit der Ideenkraft des Glaubens in Berührung.

Von der Großstadt ins ländliche Leben

Seine kirchliche Laufbahn begann Heptner ganz klassisch als Ministrant in der Kirche St. Georg in Taufkirchen. Vorbilder wie Pfarrer Helmut Fried und Kaplan Dominik Arnold haben ihn auf diesem Weg inspiriert. Die Atmosphäre in Amerang beschreibt er als „anders und traditioneller“ als in der pulsierenden Großstadt München, in der er zuvor lebte. Durch seine Arbeit vor Ort begleitet er nicht nur Gottesdienste, sondern besucht auch Kranken und unterrichtet an einer Grundschule.

Die Unterstützung seiner gläubigen Familie war für Heptner stets eine wichtige Stütze in seiner Berufswahl. Sein Theologiestudium hat ihm nicht nur die Grundlagen der Bibelwissenschaft, Kirchengeschichte und Ethik vermittelt, sondern auch wertvolle Fähigkeiten für diverse Berufsfelder. Dank der vielseitigen Ausbildung können Theologen nicht nur in der Kirche, sondern auch in sozialen Einrichtungen, der Bildungsarbeit oder sogar in kaufmännischen Berufen tätig werden. Diese Perspektiven sind alle Teil der erworbenen Kompetenzen, die mit praxisorientierten Ansätzen verbunden sind, wie theologiestudierende.de betont.

Der Weg zum Priester

Ein Jahr nach seiner Diakonweihe plant Heptner, die Priesterweihe zu empfangen. Dies ist ein weiterer bedeutender Schritt in seiner spirituellen Laufbahn, die ihn nicht nur in die Gemeinde, sondern auch in die Herzen der Menschen bringen soll. Gerade die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen zu arbeiten, vom Seelsorger über den Lehrer bis hin zum Verwaltungsdienst, zeigt, wie flexibel und dynamisch die Theologielandschaft heute ist.

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Heptners Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie unterschiedliche Lebenswege zu einem tiefen Engagement für die Gemeinschaft führen können. Mit viel Herzblut und der Unterstützung seiner Gemeinde wird er sicherlich einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen in Amerang haben.