Unterhachinger Autor enthüllt die Geheimnisse von St. Korbinian!
In Unterhaching ist eine ganz besondere Publikation erschienen, die sich mit der reichen Geschichte der örtlichen Pfarrkirche St. Korbinian beschäftigt. Der 77-jährige Georg Neumann hat das 48-seitige Heft mit dem Titel „Glaubenszeugnisse von St. Korbinian Unterhaching verstehen“ verfasst. Dieses Werk, das für fünf Euro in der Buchhandlung Kempter am Bahnhof zu haben ist oder per E-Mail direkt beim Autor bestellbar ist, liefert interessante Einblicke in die barocken Glaubenszeugnisse der Kirche und deren Bedeutung für die Gemeinde.
St. Korbinian, die größte Pfarrei im Pfarrverband Unterhaching, hat eine jahrhundertealte Geschichte, die bis ins Jahr 1315 zurückreicht. Ursprünglich trug die Kirche den Namen „zu Unserer Lieben Frau“, bevor sie 1835 dem heiligen Korbinian geweiht wurde. Die Kirche hat sich über die Jahrhunderte hinweg als wichtige Wallfahrtsstätte etabliert, seit sie ab 1670 zum Ziel vieler Pilger wurde, die das Gnadenbild des „Heiligen Wandels“ verehren. interessante Objekte, die Neumann in seiner Schrift beschreibt, sind unter anderem das Eucharistiekreuz und die Heiligenfiguren in den Fensterjochen, die alle eine tiefere Bedeutung im Glaubenskontext haben.
Kunstwerke als Glaubenszeugnisse
Neumann ist überzeugt, dass das allgemeine Verständnis für die Symbolsprache des Barock im Laufe der Zeit verloren gegangen ist. Sein Heft zielt darauf ab, dieses Verständnis wieder zu fördern. Ein Beispiel für die reiche Symbolik in der Kirche ist das erwähnte Gnadenbild, das im Hochaltar steht und auch als Mörtelrelief auf der östlichen Außenmauer der Kirche zu finden ist. Dieses Bild hat im Lauf der Jahre zahlreiche Wallfahrer nach Unterhaching gezogen und wird in Zukunft noch mehr Menschen anziehen, besonders während der aktuellen Renovierungsarbeiten, die sowohl den Außen- als auch den Innenbereich betreffen.
Die Kirche ist trotz der laufenden Bauarbeiten für Besucher zugänglich, sodass Interessierte selbst einen Blick auf die beeindruckenden kunsthistorischen Objekte werfen können. Auf der Rückseite von Neumanns Heft befindet sich ein Grundriss der Kirche, der es den Lesern ermöglicht, die verschiedenen Kapitel mit den entsprechenden Stellen in der Kirche zu verknüpfen. Für viele, die sich näher mit der Geschichte der Kirche auseinander setzen wollen, bietet dieses Heft eine schöne Möglichkeit.
Die Geschichte der katholischen Kirche in Bayern
Die Geschichte der katholischen Kirche in Bayern, zu der auch St. Korbinian gehört, reicht weit zurück und blickt auf eine Vielzahl bedeutender Ereignisse zurück, die bis in die Römerzeit zurückverfolgt werden können. Die Christianisierung wurde im 8. Jahrhundert durch die Agilolfingerherzöge gefördert, und eine Vielzahl von Klostergründungen prägte die bayerische Kirchentradition. Diese historischen Wurzeln unterstreichen die Wichtigkeit, nicht nur das religiöse, sondern auch das kulturelle Erbe in unserer Gesellschaft zu bewahren.
Neumanns Engagement für die Aufarbeitung und Vermittlung dieser geschichtlichen Aspekte ist bemerkenswert und zeigt, wie wichtig es ist, Glaubenszeugnisse in einer zunehmend säkularisierten Welt zu verstehen. Mit seinem Heft möchte er nicht nur das Wissen über St. Korbinian vertiefen, sondern vielleicht auch das Bewusstsein für ähnliche Glaubenszeugnisse in anderen Kirchen des süddeutschen Raums schärfen.
Gemeinde und Historie sind also eng miteinander verbunden, und wer sich für das kulturelle Erbe Unterhachings interessiert, sollte sich Neumanns Heft nicht entgehen lassen. Mehr über die Kirche St. Korbinian kann auf der Website des Pfarrverbands Unterhaching nachgelesen werden, während die Entwicklungen in der bayerischen Kirchengeschichte auf den Seiten der LMU München zu finden sind. Ein Blick in Neumanns Werk lohnt sich allemal, um den barocken Glaubenszeugnissen in St. Korbinian auf die Spur zu kommen und deren Bedeutung im heutigen Kontext zu entdecken.
