Udo Lindenberg, der unverwechselbare Rockkanzler und Panikpräsident Deutschlands, hat in der Musikszene nicht nur mit seinen Texten für Furore gesorgt. Auch seine Liebe zu Autos, besonders zu seinem schwarzen Porsche Turbo, könnte spannender nicht sein. Seit 1973, als der Künstler seiner ersten Leidenschaft folgte und nach seinen ersten musikalischen Erfolgen in die Welt der Sportwagen eintauchte, gilt der Porsche 911 für Lindenberg als fast schon heiliges Gefährt – ein Rückzugsort, in dem er sich zurückziehen und Kraft tanken kann. Mit stolzen 80 Jahren blickt er auf eine bemerkenswerte Karriere zurück, die ihn unter anderem in die Herzen vieler Menschen der ehemaligen DDR gebracht hat, wo er Konzepte von Frieden und Verständigung besang.

Besonders prägend für Lindenberg war die Zeit, als er 1996 den letzten Trabant als Ehrung erhielt – in seinem Erfolgs-Musical „Hinterm Horizont“ steht der Trabant symbolisch für die DDR-Zeit. Der Künstler hat über die Jahre auch diverse Fahrzeuge von Sponsoren wie Audi und VW erhalten und ist hierbei stets mit einem guten Händchen am Steuer unterwegs. Schätzungsweise 30.000 Kilometer legt er jährlich selbst zurück, ohne gegen Tempolimits zu verstoßen, denn der Rocker sieht sich als verantwortungsbewusster Fahrer.

Ein Diebstahl mit Folgen

Die Autos von Udo Lindenberg sind nicht nur begehrt, sie waren auch schon Gegenstand eines aufregenden Kriminalfalls. Im Juni 2020 wurde sein äußerst seltener Porsche 911 R gestohlen, ein Fahrzeug, von dem nur 991 Exemplare existieren. Der Sportwagen, besonders auffällig dank seiner speziellen schwarzen Lackierung mit roten Streifen – eine Farbkombination, die nur bei drei Wagen zu finden ist –, war schockierenderweise am 22. Juni 2020 nicht mehr in der Hotelgarage des „Atlantic“ auffindbar. Ein defektes Sicherheitssystem und ein offenes Garagentor hatten den Dieben den Zugriff erleichtert. Der Porsche wurde dank eines anonymen Hinweises, der die Polizei informierte, lediglich drei Tage später in einer Garage in Ahrensburg sichergestellt.

Die Ermittlungen führten in einen skurrilen Gerichtsstreit. Der 27-jährige Angeklagte wurde zunächst vom Vorwurf des Diebstahls und der Hehlerei freigesprochen, musste jedoch wegen gemeinschaftlichen Diebstahls von anderen Fahrzeugen eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten antreten. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch der Beschuldigte haben in der Folge Berufung eingelegt, sodass der Fall weiterhin spannend bleibt. Offensichtlich trugen die Täter bei der Tat einen Original-Zweitschlüssel des Fahrzeugs bei sich, was zusätzlich Fragen aufwirft und die Situation noch mysteriöser macht.

Ein Aufruf für den Klimaschutz

Trotz dieser Nachwirkungen des Diebstahls ist Lindenberg stets zur Verantwortung für die Umwelt bereit. Er wünscht sich von Porsche mehr Anstrengungen zur Verbrauchssenkung und zum Klimaschutz. Das sagt viel über das Engagement des Musikers aus, der nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Alltag ein Vorbild für andere sein möchte.

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So bleibt Lindenberg ein facettenreicher Charakter in der deutschen Musik- und Autofahrer-Szene, der mit seinen Geschichten von Oldtimern und dem aufregenden Leben eines Rockstars unermüdlich von den Straßen Hamburgs inspiriert wird. autobild.de berichtet weiter über seine automobile Leidenschaft und die neuesten Entwicklungen rund um den Porsche-Diebstahl, während tag24.de die rechtlichen Aspekte des Falles beleuchtet. Fortsetzung folgt!