In der Nacht zu Donnerstag ging es in St. Georg ordentlich zur Sache. Ein 64-jähriger Taxifahrer brach hinter dem Steuer zusammen, nachdem er sich mit einem 24-jährigen Fahrgast in die Haare bekommen hatte. Der Grund? Der Fahrer wollte eine kurze Strecke zum Hauptbahnhof nicht fahren. Ein Streit, der in einem handfesten Übergriff endete, als der junge Mann dem Fahrer mit der flachen Hand ins Gesicht schlug. Der Taxifahrer wurde daraufhin von einem Notarzt reanimiert. Was für ein Schreck! Der Fahrgast wurde nach dem Vorfall zur Polizeiwache gebracht – wahrscheinlich mehr als nur ein bisschen geschockt von den Folgen seines Handelns.

Doch das war nicht der einzige Vorfall in der Nacht. Wenige Stunden später erlebte ein weiterer Taxifahrer in Othmarschen einen Albtraum. Drei Männer stiegen am Bahnhof Holstenstraße in sein Taxi und ließen sich zur Baurstraße fahren. Dort wurde der 60-Jährige dann mit einem Beil bedroht und ausgeraubt. Die Täter konnten mit einer geringen Menge Bargeld entkommen. Beschreibungen der Verdächtigen liegen vor: Ein etwa 18 bis 19 Jahre alter Mann hatte kurze schwarze Haare und eine Kapuzenjacke, während ein anderer, ebenfalls in diesem Alter, etwa 1,70 Meter groß war und einen Backenbart trug. Wie beunruhigend! Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer (040) 4286 56789.

Ein besorgniserregender Trend

Diese Vorfälle werfen ein grelles Licht auf eine besorgniserregende Tendenz in der Taxibranche. Während die Zahl der Überfälle auf Taxifahrerinnen und -fahrer in Deutschland vergleichsweise gering ist – etwa ein Raubüberfall auf 270 Fahrzeuge pro Jahr – bleibt jeder einzelne Übergriff nicht ohne Folgen. Körperliche Angriffe können schwere Verletzungen nach sich ziehen, sowohl physisch als auch psychisch. Man stelle sich vor, nach einem Übergriff mit Schlafstörungen oder Angstgefühlen konfrontiert zu sein! Das ist kein Spaß.

Die psychischen Folgen können enorm sein. Unruhe, Angststörungen, und sogar Depressionen sind nicht selten. Daher ist es kein Wunder, dass viele Taxifahrer auf technische Sicherheitsvorkehrungen setzen. Alarmanlagen, GPS-Ortung oder Überfallschutzkameras – alles Mittel, um sich ein Stück weit sicherer zu fühlen. In manchen Regionen sind solche Systeme sogar schon Standard. Man fragt sich, wie es in der Branche um die Sicherheit bestellt ist, wenn man solche Vorfälle hört.

Brutale Vorfälle in der Vergangenheit

Ein besonders erschreckender Fall ereignete sich vor einiger Zeit, als drei minderjährige Mädchen einen Taxifahrer ermorden und ausrauben wollten. Diese jungen Täterinnen, 13, 15 und 17 Jahre alt, hatten während einer Taxifahrt von Hannover nach Garbsen über ihre Taten via Textnachrichten kommuniziert. Die 15-Jährige stach mit einem Klappmesser zu und verletzte den Fahrer am Schulterblatt. Glücklicherweise konnte er fliehen, doch der Vorfall hinterließ nicht nur physische, sondern auch psychische Wunden. Die Mädchen, die alle aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen, hatten Kontakt zu einer Jugendgang. Sie prahlten später sogar mit ihrer Tat. Wie verrückt ist das denn? Die 15-Jährige erhielt sieben Jahre Jugendhaft, die 17-Jährige drei Jahre und sechs Monate plus Drogenentzug. Ein wahres Drama, das die Frage aufwirft, wie wir mit solch gefährlichem Verhalten umgehen sollten.

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Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass in der Taxi-Branche mehr getan werden muss, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Technische Schutzmaßnahmen sind wichtig, doch auch ein respektvoller Umgang miteinander sollte die Norm sein. Man kann nur hoffen, dass solche Vorfälle, wie die in St. Georg und Othmarschen, nicht zur Gewohnheit werden. Denn niemand sollte in seinem Job um seine Sicherheit fürchten müssen.