St. Oswald: Ein historisches Schmuckstück im Herzen Traunsteins!
In Traunstein, einer malerischen Stadt im Chiemgau, spielt die Stadtpfarrkirche St. Oswald eine zentrale Rolle im religiösen und kulturellen Leben. Dieses prächtige Gotteshaus, ein barockes Meisterstück, wurde nach dem Heiligen Oswald benannt und geht wahrscheinlich auf das 12. Jahrhundert zurück. St. Oswald ist nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, sondern war auch die Primizkirche von Joseph Ratzinger, besser bekannt als Papst Benedikt XVI., der hier am 8. Juli 1951 seine erste Messe feierte. [Wikipedia] berichtet, dass die Kirche im Jahr 1342 erstmals urkundlich erwähnt wurde und seither viel erlebt hat, darunter mehrere Stadtbrände in den Jahren 1371, 1704 und 1851, die schwere Schäden an der Bausubstanz verursachten.
Die Stadtkirche hat sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. Zwischen 1675 und 1690 wurde sie als Wandpfeilerkirche unter der Leitung von Baumeistern wie Antonio Riva und Lorenzo Sciascia nach Plänen von Kaspar Zuccalli errichtet. Natürlich blieben auch die Renovierungen nicht aus: Die bedeutendste fand 1855 statt, nachdem der Stadtbrand von 1851 den Innenraum stark beschädigte. In der heutigen Form wurde der westliche Teil der Kirche im Jahr 1885 nach Plänen von Moritz von Horstig erbaut, und die beeindruckenden Fresken im spätnazarenischen Stil wurden zwischen 1904 und 1909 von Max Fürst geschaffen. [Stadtkirche Traunstein] hebt hervor, dass die Kirche auch als Zentrum der Pfarrei dient, die ein pulsierendes Gemeindeleben fördert.
Ein Blick auf die Architektur und Ausstattung
St. Oswald besticht durch seine eindrucksvolle Architektur. Der Innenraum weist einen spätbarocken Wandpfeilerraum aus dem 17. Jahrhundert auf, der mit neun Altären, darunter der hochgotische Hochaltar von 1855, ausgestattet ist. Beeindruckend sind die sieben Joche mit flachen Doppelpilastern und neobarocken Stuckaturen. Auch das Glockengeläut, bestehend aus fünf Glocken, die im Jahr 1947 gegossen wurden, sowie die kleinste Glocke von 1852, die beide Weltkriege überstand, tragen zur einzigartigen Atmosphäre bei. Zudem wurde im Jahr 2021 die neue „Papst-Benedikt-Orgel“ von der Orgelbaufirma Klais in Bonn installiert, eine wahre Bereicherung mit 44 Registern auf drei Manualen und Pedal.
Die Stadtpfarrkirche St. Oswald gehört zum Pfarrverbund Stadtkirche Traunstein und umfasst insgesamt fünf Pfarreien, darunter auch die Mariä Verkündigung in Haslach und St. Georg in Surberg. Der pastorale Raum verbindet städtisches und ländliches Leben und bietet zahlreiche Traditionen, wie den beliebten Georgiritt am Ostermontag. [Stadtkirche Traunstein] hebt zudem hervor, dass Traunstein eine bischöfliche Mädchenrealschule sowie ein Jungeninternat, St. Michael, und drei pfarrliche Kindergärten beherbergt, was die Stadt zu einem bedeutenden Bildungs- und Kulturstandort macht.
Ein ergreifendes Erbe
Papst Benedikt XVI., der eine besondere Verbindung zu dieser Kirche hat, schenkte St. Oswald einst sein Brustkreuz, das 2023 gestohlen wurde. Der Verlust dieses bedeutenden Relikts hat die Gemeinde zutiefst getroffen. Doch trotz dieser ernsten Angelegenheit bleiben die Menschen in Traunstein optimistisch und engagiert. St. Oswald ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein Zentrum des Gemeinschaftslebens, das die Geschichte und die Herzen der Menschen hier fest verbindet.
