Am 22. November 2025 erstrahlte die Christoph-Scheiner-Kita in Mindelheim im Lichterglanz des traditionellen St. Martinsfestes. Mit einer bunten Feier, die gemeinsames Singen und ein Lichtermeer umfasste, brachte die Kita die Kinder und deren Familien zusammen. Der St. Martins-Ritt, bei dem ein Darsteller auf seinem prächtigen Pferd durch den Garten ritt, war ein wahrer Höhepunkt für die kleinen Besucher. Die Kinder waren gebannt und freuten sich über diesen besonderen Moment, der ganz im Zeichen der Legende des Heiligen Martin stand.

Zweiter Bürgermeister Roland Ahne ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, bei dieser festlichen Zusammenkunft dabei zu sein. Einrichtungsleiterin Elena Spies bedankte sich herzlich beim engagierten Team der Kita sowie den Eltern für die gewissenhafte Organisation. „Es ist ein tolles Miteinander, das wir hier erleben“, so Spies.

Ein solidarisches Fest für den guten Zweck

Besonders schön war die Tatsache, dass bei der Feier über 400 Euro für einen guten Zweck gesammelt wurden. Im Rahmen der Spendenaktion „Zwei Buben, Zwei Schicksale“ kam die beachtliche Summe von 460 Euro zusammen, die nun zwei schwerbehinderten Kindern zugutekommen wird. So wird ein wichtiges Zeichen der Solidarität gesetzt, das weit über die Kita hinaus wirkt.

In der besinnlichen Zeit rund um St. Martin bietet sich auch die Gelegenheit, anderen zu helfen. Die Aktion „Meins wird Deins“ lädt dazu ein, gut erhaltene Kleidungsstücke zu spenden. Diese werden an „aktion hoffnung“ geschickt und dort in Secondhand-Läden verkauft. Damit unterstützt man nicht nur lokale Initiativen, sondern trägt auch zur Förderung von Kinderhilfsprojekten weltweit bei. Durch das Anbringen von persönlichen Botschaften an den Kleidungsstücken wird die Verbindung zwischen Spender und Empfänger noch persönlicher.

Kulturelle Verankerung der Martinslegende

Der St. Martin ist kein einfaches Fest; es ist ein wichtiges Ereignis in vielen Kitas und markiert den Beginn der besinnlichen Herbst- und Winterzeit. Die Legende erzählt von Martin von Tours, einem römischen Soldaten, der einem frierenden Mann seinen Mantel teilte. Dies führte ihn auf den Weg zu einem Leben in Nächstenliebe und Mönchtum. In der Kita wurden die Kindern in die ursprüngliche Geschichte eingeführt: Sie sangen Martinslieder, bastelten Laternen und führten die Mantelteilung spielerisch nach.

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An den darauffolgenden Tagen besuchten die Schulanfänger das Caritas-Seniorenzentrum St. Georg, um den älteren Menschen eine Freude zu bereiten. Mit Gesang und der Aufführung der Martinslegende hinterließen die Kinder strahlende Gesichter. Als kleines Dankeschön erhielten sie Martinsgebäck, das sie hungrig ersehnten.

Insgesamt zeigt die Feier in Mindelheim, wie feste Rituale in Kitas nicht nur für Freude sorgen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl stärken und wichtige Werte wie Nächstenliebe und Solidarität vermitteln. Dank der kreativen Ideen und Anregungen, wie sie auch in den Materialien von Erzieherin-Ausbildung zu finden sind, wurde das Fest zu einem eindrucksvollen Erlebnis für Kinder, Eltern und alle Beteiligten.