Im Kreis Olpe ist es wieder soweit: Die Schützenfestsaison hat begonnen! Am ersten Mai-Wochenende hat alles seinen Lauf genommen, wie es sich gehört. Mit der Proklamation des Kinderkönigpaares am Freitag, gefolgt vom Königsschießen am Samstag und dem großen Festzug am Sonntag, wurde der Startschuss für zahlreiche Feste bis in den September gegeben. Hierbei wird jede Menge gefeiert, gelacht und natürlich auch das ein oder andere Bierchen genossen.

Gerade erst, vom 8. bis 10. Mai, hat der St. Hubertus-Schützenverein Wegeringhausen seine Feierlichkeiten abgehalten. Moritz Kampschulte, ein 31-jähriger Bauingenieur, hat mit dem 117. Schuss die Königswürde errungen und sich mit der 19-jährigen Petra Engels, die als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte arbeitet, eine strahlende Königin gewählt. Wie schön, wenn die Zukunft der Schützenbruderschaft in so jungen Händen liegt!

Neue Majestäten und Traditionen

Aber das war noch nicht alles! Auch der Schützenverein St. Georg in Neger hatte sich nicht lumpen lassen und krönte seine neuen Majestäten. Hans-Günter Huckestein, 62 Jahre alt, wurde nach 14 Jahren wieder Schützenkönig – mit dem 73. Schuss. Seine Frau Birgit, 60, steht ihm zur Seite und freut sich über das Comeback ihres Mannes. Und dann war da noch Prof. Dr. Dr. Dietmar Jürgens, 69 Jahre alt. Er wurde mit dem 112. Schuss zum Schützenkaiser gekrönt, zusammen mit der Kaiserin Katrin Stimper (50). Ein echtes Majestäten-Paar, das sich sehen lassen kann!

Am 9. Mai fand zudem das traditionelle Vogelschießen der Königinnen in Bilstein statt. Annalena John, eine 25-jährige Produktionsmitarbeiterin aus Meggen, wurde Jungschützenkönigin mit dem 76. Schuss, während ihre Altersgenossin Sonja Ommer, 46 Jahre alt und Hauswirtschafterin im Kindergarten, mit dem 105. Schuss zur Königin gekrönt wurde. So viel frischer Wind und junge Gesichter bringen eine besondere Energie in die Schützenvereine!

Ein wichtiger Teil der Identität

Das Schützenwesen ist weit mehr als nur ein Fest mit Bier und Musik. Es ist tief verwurzelt in der regionalen und lokalen Identität Deutschlands. Hier treffen sich Menschen jeden Alters und Geschlechts, unabhängig von Herkunft oder Glauben, um Traditionen zu pflegen und weiterzugeben. Die Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, als Bürger ihre Städte selbst schützten. Heute steht das Schützenfest als bekanntester Ausdruck dieser Tradition im Mittelpunkt, bei dem die durch das Königsvogelschießen ermittelten Majestäten gefeiert werden.

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Einheitliche Schützentrachten, Umzüge und Paraden sind ebenso Teil des Festes wie gesellige Feiern in Schützenhallen oder Festzelten. Die Vielfalt der Bräuche, die regional unterschiedlich sind, macht jede Veranstaltung besonders. Ob christlich geprägte Bruderschaften im rheinischen-westfälischen Bereich oder folkloristische Traditionen in Süddeutschland – das Schützenwesen hat sich über die Jahrhunderte weiterentwickelt und bleibt doch ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Und so geht es weiter, das fröhliche Treiben im Kreis Olpe. Die Schützenfeste sind ein Ort des Zusammenkommens, der Freude und des Feierns – ein Teil der Heimat, der nie verloren gehen sollte!