Julius Volmer zum König der Scheidinger Schützen erhoben!
Im beschaulichen Scheidingen war der letzte Schützenfestsonntag ein ganz besonderer Tag. Gebührend gefeiert wurde der neu geehrte König der St. Hubertus Schützenbruderschaft, Julius Volmer, der mit 26 Jahren an die Spitze der Bruderschaft gewählt wurde. Unterstützt von seiner Königin Mia Spierling, die gerade einmal 20 Jahre alt ist, wurde das Fest zum großen Familientreffen und zur Schau der Schützen Traditionen. Wie der Soester Anzeiger berichtet, warteten die Mitglieder mit Stolz auf den Schützenzug und die anschließende Parade, die das Herzstück des Festes bildeten.
Einer der emotionalsten Momente war das Festhochamt in der St. Peter und Paul Kirche, wo die Gemeinschaft zusammenkam, um für einen erfolgreichen Schützenfestverlauf zu beten. Die musikalische Begleitung übernahmen verschiedene lokale Formationen: der Spielmannszug der Kyffhäuser Kameradschaft, der Jugendspielmannszug Westönnen, die Blasmusik Hultrop sowie DJ Doka und die Partyband Concorde, die für eine ausgelassene Stimmung sorgten.
Tradition trifft auf Gemeinschaft
Ein Schützenfest ist in Deutschland nostalgisches Brauchtum, das durch ein ausgeklügeltes Ritual des Vogelschießens geprägt ist. Wie auf der Webseite des Deutschen Schützenbundes zu lesen ist, wird dabei ein Holzvogel von einer hohen Stange geschossen, und der letzte Schuss, der das Stück vom Vogel abtrennen kann, entscheidet über die Würde des Schützenkönigs. In Scheidingen hatten die Schützen die traditionellen Werte hochgehalten und mit viel Herzblut diesen Wettkampf ausgetragen.
Im Rahmen des Schützenfestes wurden auch verschiedene Ehrungen ausgesprochen. Die 50-jährige Jubelkönigin, Erika Volmer, die nicht nur durch ihre Verdienste, sondern auch durch ihre familiäre Verbindung zum neuen König beeindrucken konnte, stand im Mittelpunkt. Weitere Jubilare wurden für ihren langjährigen Dienst im Verein gefeiert, darunter das Königspaar Alfred Thurau und Karin Schlüter, sowie zahlreiche Mitglieder, die ihre besonderen Meilensteine feierten.
Ein Fest für alle
Das Ereignis zog auch zahlreiche Gastvereine an, darunter der Schützenverein St. Peter und Paul Illingen mit Königspaar Louisa Menke und David Karbowski sowie die Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröpting und die St. Marien Waltringen, die eine mehr als 50-jährige Freundschaft mit dem Scheidinger Verein pflegen. Diese Gemeinschaft macht das Schützenfest nicht nur zu einem Höhepunkt im Vereinskalender, sondern auch zu einer Plattform für soziale Kontakte und kulturellen Austausch.
Das Fest wurde abgerundet durch zahlreiche farbenfrohe Insignien, die von talentierten Schützen hervorgebracht wurden. Camillo Garzen holte die Krone mit dem vierten Schuss, während Mathias Holota mit dem dreizehnten Schuss das Fässchen erlegte. Kai Twittenhoff sicherte sich den Apfel in der 41. Runde und Markus Horstmann vollendete den Wettkampf mit dem Zepter, das er mit dem 80. Schuss erlangte. Diese Wettkämpfe und die damit verbundene Geselligkeit sind es, die das Schützenwesen in Deutschland so einzigartig machen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Schützenfest in Scheidingen ein voller Erfolg war. Tradition und Moderne blühten auf, getragen von einer starken Gemeinschaft, die durch ein festes Band der Freundschaft und des Miteinanders verbunden ist. Ein weiteres Jahr, in dem Herz und Tradition zusammenkamen und das Beste der Schützenkultur präsentiert wurde.
