In einem besorgniserregenden Vorfall ist ein 34-jähriger Häftling am Freitag aus der psychiatrischen Haft des St. Georg Klinikums in Leipzig geflohen. Der Mann, ein Algerier, war im Maßregelvollzug untergebracht und sollte dort einen Entzug durchlaufen, nachdem er 2023 zu einer Freiheitsstrafe von knapp acht Jahren verurteilt wurde. Der Ausbruch ereignete sich zwischen 10:40 und 12:30 Uhr, als er beim Hofgang über einen Zaun kletterte und in Richtung Paul-Flechsig-Straße entkam. Das Wachpersonal bemerkte den Fluchtversuch erst fast zwei Stunden später, was die Situation noch alarmierender macht, wie lvz.de berichtet.

Die Polizei hat mittlerweile eine öffentliche Fahndung nach dem Flüchtigen eingeleitet, da alle bisherigen Suchmaßnahmen ergebnislos verliefen. Es wird vermutet, dass sich der Mann möglicherweise im Berliner Raum aufhält. Aufgrund seiner Vorgeschichte könnte von ihm eine Gefahr ausgehen, weshalb Zeugen gebeten werden, bei Sichtungen umgehend die Polizei unter der Nummer 110 zu kontaktieren oder Hinweise telefonisch unter (0341) 966 4 6666 zu melden.

Beschreibung des Flüchtigen

Um der Öffentlichkeit bei der Suche zu helfen, wurde eine detaillierte Beschreibung des 34-Jährigen herausgegeben:

  • Größe: 1,72 Meter
  • Statur: sportlich-schlank
  • Haar: schwarzer Igel-Schnitt mit Geheimratsecken
  • Sprache: spricht gebrochenes Deutsch, arabische Muttersprache
  • Tattoos: Schriftzeichen auf der rechten Hand und den rechten Fingern
  • Kleidung zum Zeitpunkt der Flucht:
    • blau/türkisfarbene Kapuzenjacke mit schwarzem Bereich am unteren Rücken und Emblem auf der rechten Schulter
    • schwarze Sportleggings
    • dunkelblaue Shorts mit weißem Rand an der Beinaußennaht
    • weiße Sneaker mit hochgezogenen schwarz/weißen Sportsocken

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat ebenfalls einen Beschluss zur öffentlichen Fahndung erlassen und warnt vor der möglichen Gefährlichkeit des Mannes, der in der Vergangenheit bereits straffällig geworden ist. Bild.de berichtet, dass die Polizei weiterhin alles daran setzt, ihn schnellstmöglich zu fassen und die Bevölkerung um Mithilfe bittet.

Die Suche gestaltet sich bisher als schwierig, und es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form er gefasst werden kann. Die Behörden appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen sofort zu melden.

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