Familienbande in Hamburg: Geschichten von Leidenschaft und Zusammenhalt!
In Hamburg sprießen nicht nur die Ideen, sondern vor allem auch die Gemeinschaften. Am vergangenen Sonntag, dem 31. Mai 2026, präsentierte die Sendung Rund um den Michel im NDR Fernsehen zwischen 18:00 und 18:45 Uhr spannende Geschichten über die vielfältigen Familienformen und ihre besonderen Interessen in der Hansestadt. Die zweite Ausstrahlung folgte am 1. Juni 2026 in den frühen Morgenstunden. Hier zeigen sich Hamburger Familien nicht nur in der Tradition, sondern auch in ihrer Begeisterung für die kleinen und großen Dinge des Lebens.
Das Highlight der Sendung war die Familie Degener aus Curslack, die einer Leidenschaft für Amphicars frönt – diesen seltenen Schwimmautos, die große Begeisterung über drei Generationen hinweg bei der Familie hervorrufen. Jährlich zieht es sie auf die Wasserstraßen der Elbe, Spree und des Rheins, um diese Schönheit zu genießen und dabei unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.
Gemeinsam leben und feiern
Ein weiterer spannender Beitrag kam aus dem Mehrgenerationenhaus „Alstervögel“ in Volksdorf. Dort leben etwa 60 Erwachsene mit 25 Kindern in einem kommunalen Wohnprojekt, das soziale und ökologische Werte großschreibt. Das Miteinander wird durch regelmäßige Feste und Arbeitsgemeinschaften gefördert, und Rentner bieten in ihrer freien Zeit Flöten- und Nähkurse für die Kinder an.
Die queere Familie von Dortje Schirok zeigt, wie Vielfalt in Hamburg gelebt wird. Seit über zehn Jahren teilen sie ihr Leben und haben einen gemeinnützigen Verein gegründet, der sich für die Rechte von Regenbogenfamilien stark macht. Dieses Engagement spiegelt sich auch in den Angeboten der Familienberatung wider, die Beratung zu Themen wie Kinderwunsch und Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare in der Stadt anbietet, wie die Webseite Hamburg.de informiert.
Vielfältiges Engagement
Die Barkassen-Centrale Ehlers stellt einen weiteren wichtigen Teil der Hamburger Familienkultur dar. Seit 1979 wird der Familienbetrieb von Günter und Hiltrud Ehlers geleitet, inzwischen unter der Regie von deren Sohn Klaus sowie seiner Frau Birgit. Ein solides Beispiel dafür, wie Tradition und neue Impulse Hand in Hand gehen.
In der Sportwelt ist die Familie Seyffarth ein wahrer Dauerbrenner. Seit 1936 sind sie beim SC Alstertal-Langenhorn aktiv, und Gerda Seyffarth, mit stolzen 98 Jahren, wurde für ihre 90-jährige Mitgliedschaft geehrt. Fußball und Handball verbinden hier nicht nur Generationen, sondern schaffen auch eine starke Community.
Besonders berührend war die Geschichte von Friedrich, einem 16-jährigen Jungen, der stark motorisch eingeschränkt und autistisch ist. Seine Eltern haben sich entschieden, halbtags zu arbeiten, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden, und zeigen damit, was es heißt, als Familie zusammenzustehen.
Innovationen für die Queer-Community
Ein ganz besonderes Augenmerk erhielt die queere Gemeinschaft Hamburgs, mit dem Pilotprojekt „Älterwerden unterm Regenbogen“, welches ältere Lesben, Schwule und Transpersonen in den Fokus rückt. Hier können Bedürfnisse formuliert und neue Ideen eingebracht werden. Unterstützung für Fachkräfte in der Seniorenarbeit wird angeboten, um die Angebote für die LSBTIQ*-Community weiterzuentwickeln – so berichtet Hamburg Queer.
In Hamburg sind über 1.000 Kinder in Pflegefamilien untergebracht, und die Stadt sucht händeringend nach neuen Pflegeeltern, darunter auch lesbische und schwule Paare, die ihren Teil zu einer bunten Familienlandschaft beitragen möchten. Das gemeinsame Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, das seit dem 1. Oktober 2017 besteht, erfreut sich in dieser Hinsicht ebenfalls zunehmender Beliebtheit.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Hamburg ein Ort der Vielfalt ist, in dem sich Tradition und Moderne harmonisch verbinden. In den vielfältigen Geschichten lässt sich erkennen: Hier wird das Miteinander großgeschrieben, und das Herz der Stadt schlägt für alle Menschen, egal woher sie kommen oder wie sie leben.
