Dachschaden bei St. Michael: Kirche ab sofort geschlossen!
Die Kirche St. Michael in Nieder-Ramstadt wird aufgrund eines erheblichen Schadens an der Dachkonstruktion ab sofort für die Öffentlichkeit geschlossen. Dies wurde von den kirchlichen Behörden nach einer Begehung des Kirchendachs am Montag dieser Woche entschieden. Da die Sicherheit der Gläubigen an erster Stelle steht, empfahlen die Fachleute eine sofortige Schließung der Kirche, um mögliche Risiken zu vermeiden. Am ersten Donnerstag im März 2026 wurden bereits erste Sicherungsmaßnahmen durch eine Fachfirma durchgeführt. Am Freitagnachmittag kam es dann zu einer weiteren Begehung mit Vertretern des Verwaltungs- und Pfarrgemeinderates sowie einem Statiker, die die Situation eingehend prüften.
Trotz der Schließung der Kirche finden die Gottesdienste bis auf Weiteres im Pfarrsaal statt. Die Gemeindemitglieder werden zudem ermutigt, auch andere Kirchen im Pastoralraum für ihren Gottesdienstbesuch in Anspruch zu nehmen. Weitere Informationen über den Verlauf und die geplanten Sanierungsmaßnahmen sollen zeitnah bereitgestellt werden. Diese Maßnahme betrifft nicht nur die örtliche Gemeinschaft, sondern spiegelt auch die Problematik wider, die viele Kirchen in Deutschland derzeit betrifft.
Schäden am Hamburger Michel
<pWährend die Kirche St. Michael in Nieder-Ramstadt ihre Pforten schließen muss, sieht sich die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, auch bekannt als der Michel, mit erheblichen Schäden an ihrem Turm konfrontiert. Wie nordkirche.de berichtet, sind die Risse an den Außenmauern größer als ursprünglich vermutet. Bei Sanierungsarbeiten am Dach- und Turmgesims wurden drei vertikale Risse entdeckt, die bis zu 35 Meter lang sind und sich sowohl an der Süd- als auch Westseite des Turms sowie im Kirchenschiff neben der Orgel befinden.
Hauptpastor Alexander Röder zeigt sich besorgt über die Entwicklung, da sich die Risse schneller vergrößern als angenommen. Die Reparaturen sollen im Frühjahr 2025 beginnen und etwa ein Dreivierteljahr andauern, jedoch bleibt die Kirche während der Bauzeit für Besucher geöffnet. Für die Finanzierung dieser umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde im Oktober 2023 die Stiftung St. Michaelis gegründet, die bereits rund 620.000 Euro sammeln konnte, jedoch weitere 700.000 Euro benötigt.
Herausforderungen der Denkmalpflege
Die aktuelle Situation ist nicht nur ein Zeichen der Zeit, sondern auch ein Hinweis auf die historischen Herausforderungen, mit denen viele alte Kirchen konfrontiert sind. Projektleiter Uwe Pfeiffer erläutert, dass sich die Risse um bis zu 0,5 Zentimeter pro Jahr vergrößern, was die Dringlichkeit der Maßnahmen unterstreicht. Erste Arbeiten umfassen die Verbindung der Mauerblöcke mit Zugverankerungen und das Schließen kleinerer Risse. Auch die Schäden sind kartiert und sämtliche Risse in den Außenmauern sollen abgedichtet werden.
Ein Grund für diese Schädigungen sind die verheerenden Brände von 1750 und 1906, die immense Kräfte auf das Mauerwerk ausgeübt haben. Die letzte Sanierung der Außenmauern fand bereits 2009 statt, doch nun brechen die geflickten Mauerwerksfugen erneut auf. Diese fortwährenden Probleme erfordern nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch die Unterstützung und das Verständnis der Gemeinde, um einen weiteren Verfall der ehrwürdigen Bauten zu verhindern.
