Am 16. Juni 2026 war es endlich so weit: Der DPSG-Stamm St. Andreas Fulda-Neuenberg feierte ein ganz besonderes Jubiläum – 80 Jahre Pfadfinderarbeit im Stadtteil! Eine stattliche Zahl, die nicht nur die Geschichte, sondern auch die Gegenwart und Zukunft dieser Gemeinschaft widerspiegelt. Zahlreiche aktive und ehemalige Mitglieder, Familien sowie Freunde und Interessierte strömten zur Feier und zauberten ein Lächeln in die Gesichter der Organisatoren, die sich ganz schön ins Zeug gelegt hatten.

Das Jubiläumsfest war ein wahres Fest für die Sinne. Von Grillwurst und Grillkäse über ein verführerisches Kuchenbuffet bis hin zu Bastelworkshops – alles war dabei! Kinder und Familien konnten sich kreativ austoben und neue Kontakte knüpfen. Ein Höhepunkt war die Zeitkapsel, die mit Steckbriefen der Besucher und Utopien zur Pfadfinderarbeit der Zukunft gefüllt wurde. Das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, lag in der Luft.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Geschichte des Stammes ist eine spannende Reise durch die Jahrzehnte. Seit 1946 prägt der Stamm St. Andreas die Kinder- und Jugendarbeit in Fulda-Neuenberg. Eine Fotoausstellung mit Archivmaterial bot den Besuchern einen eindrucksvollen Rückblick auf die letzten Jahrzehnte. Kinder und Jugendliche des Stammes präsentierten stolz die aktuelle Pfadfinderarbeit, inklusive einem eigens gedichteten Lied und einer Tombola. Und während die jüngste Gruppe eine Runde ihres Lieblingsspiels „Räuber und Gendarm“ ankündigte, wurde klar, dass die Traditionen lebendig bleiben.

Der Abend endete schließlich mit Stockbrot, Gitarrenmusik und Gesang am Lagerfeuer – ein perfekter Ausklang für diesen aufregenden Tag. Doch das Jubiläum war nicht nur ein Fest der Erinnerungen, sondern auch eine Zeit des gemeinsamen Glaubens. Am Sonntag fand ein ökumenischer Hessentags-Gottesdienst auf dem Domplatz statt, der bei der hohen Besucherzahl zeigte, wie wichtig die Gemeinschaft für die Menschen ist.

Ein Verband im Wandel

Die DPSG, als der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland mit etwa 95.000 Mitgliedern, steht nicht still. Im Zuge der 92. Bundesversammlung wurde eine geschlechtergerechte Anpassung des Verbandsnamens beschlossen. Bei der kommenden 93. Bundesversammlung 2025 wird aus „Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg“ die „Deutsche Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg“. Damit wird ein klares Zeichen für Modernität, Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit gesetzt – ein Schritt, der die Vielfalt der Gemeinschaft widerspiegelt und sicherstellt, dass sich jeder, unabhängig von Geschlecht oder Identität, willkommen fühlt.

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Eine globale Bewegung

Die Pfadfinderinnenbewegung ist ein weltweites Phänomen. In fast jedem Land der Erde sind sie aktiv. Das erste Jamboree fand 1920 statt und zog bereits damals rund 8.000 Pfadfinderinnen an, darunter auch Teilnehmer aus verfeindeten Ländern des Ersten Weltkriegs. Eine inspirierende Geschichte, die zeigt, dass die Werte der Pfadfinderinnen – Freundschaft, Respekt und Zusammenarbeit – zeitlos sind. Nach den dunklen Zeiten des Nationalsozialismus blühten die ersten Gruppen nach 1945 wieder auf, und die Bewegung hat sich stets weiterentwickelt. Heute ist man stolz darauf, dass die deutsche Pfadfinder*innenbewegung Teil einer globalen Gemeinschaft ist, die sich für die Entwicklung junger Menschen stark macht.

So bleibt der Stamm St. Andreas Fulda-Neuenberg nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiger Teil einer sich ständig wandelnden Gemeinschaft. Und während die Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag nachhallen, wird in Gedanken an die Zukunft weiterhin an der Vision einer inklusiven und vielfältigen Pfadfinderarbeit gearbeitet.