Prozess um White Tiger : Grauenhafte Taten gegen Jugendliche in Hamburg!
Der Prozess rund um die erschreckenden Taten des mutmaßlichen Pädokriminellen, bekannt als „White Tiger“, läuft seit Januar 2026 vor dem Hamburger Landgericht. Hier steht ein junger Mann im Zentrum, der im Internet Kinder missbraucht haben soll. Schockierend ist, dass ein Fall zum Tod eines Opfers geführt haben soll. Nun gibt es einen neuen Prozess gegen einen 18-Jährigen aus Finkenwerder, der offenbar nach dem Vorbild von „White Tiger“ handelte, wie NDR berichtet.
Die Staatsanwaltschaft betont, dass es keine persönliche Verbindung zwischen dem neuen Angeklagten und „White Tiger“ gibt. Trotzdem wird ihm vorgeworfen, sieben mutmaßliche Opfer im Alter von 12 bis 15 Jahren emotional manipuliert sowie zu sexuellen Handlungen gedrängt zu haben. Besonders alarmierend ist der Fall eines Mädchens, das überredet wurde, sich den Namen des Angeklagten in die Haut zu ritzen. Zudem soll der 18-Jährige auch homophobe Angriffe verübt haben, indem er homosexuelle Männer mit Pfefferspray attackierte.
Ein erschreckendes Phänomen
Der Fall „White Tiger“ hat nicht nur in Hamburg für Aufsehen gesorgt, sondern beleuchtet ein weitreichendes Problem: Das Phänomen des Cybergroomings, bei dem Täter gezielt Kinder und Jugendliche im Internet ansprechen, um sexuelle Kontakte aufzubauen. Laut DW gaben in Deutschland 24 Prozent der Minderjährigen an, bereits Cybergrooming erlebt zu haben.
Der vermutliche Kopf eines internationalen Netzwerks von Cyberkriminellen, das als „764“ bekannt ist, wird für 204 Straftaten angeklagt, darunter auch Morde. Zwischen Januar 2021 und September 2023 soll er über 30 Kinder und Jugendliche aus Deutschland, England, Kanada und den USA zu Selbstverletzungen und sogar Suizid gedrängt haben. Ein besonders tragischer Fall betrifft einen 13-Jährigen, der sich während eines Live-Streams erhängte.
Der Fortgang des Verfahrens
Der neue Prozess, in dem der 18-Jährige angeklagt ist, wird aufgrund seines Alters, zum Zeitpunkt der Taten minderjährig, ohne Öffentlichkeit geführt. Die Verhandlung wird voraussichtlich 16 Prozesstermine bis Mitte September umfassen. In einem weiteren und parallel laufenden Verfahren ist der 21-jährige Shahriar J. aus Hamburg wegen mehr als 200 Straftaten angeklagt, was die Ausmaße dieses Verbrechens deutlich macht. Die aufgeheizte Atmosphäre rund um die Thematik zeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf in der Aufklärung über Online-Gefahren besteht.
Die Hamburger Polizei hatte bereits 2021 erste Ermittlungen in die Wege geleitet, jedoch wurden diese mangels Beweisen eingestellt, bis das FBI die deutschen Behörden im Jahr 2023 auf „White Tiger“ und seine Aktivitäten aufmerksam machte. Nun sind die Vorwürfe so schwerwiegend, dass die zuständigen Gerichte sich intensiv mit diesen furchtbaren Verbrechen auseinandersetzen müssen.
