Mietpreisschock in Bremen: Neue Wohnungen kosten mehr als je zuvor!
In Hamburg hat sich der Wohnungsmarkt in den letzten Jahren dramatisch verändert, und die Entwicklungen in Bremen könnten ähnliche Tendenzen nach sich ziehen. Während laut der taz eine 2-Zimmer-Wohnung in Bremen mit 42 Quadratmetern für stolze 745 Euro Kaltmiete angeboten wird, zeigt sich, dass die Preise hier weit über dem örtlichen Mietspiegel liegen.
Die Kaltmiete von 17,70 Euro pro Quadratmeter übersteigt den Bremer Mietspiegel von 6,34 Euro erheblich. Dies wirft die Frage auf, wie sich Mieter in Zeiten steigender Mietpreise absichern können. Bemerkenswert ist, dass die Mietpreisbremse in Bremen, die es Vermietern erlaubt, Wohnungen über Vergleichsmieten zu vermieten, Ausnahmen für möblierte Wohnungen vorsieht. So findet man auch weitere möblierte Zwei-Zimmerwohnungen auf dem Schwarzen Brett Bremen, einer für beeindruckende 19,60 Euro pro Quadratmeter.
Die Mietpreisbremse auf dem Prüfstand
Die Mietpreisbremse in Bremen läuft bald aus, und die Stadt plant eine Verlängerung bis Ende 2029, wie der Weser Kurier berichtet. Dies soll den Mieterschutz auf dem angespannten Wohnungsmarkt stärken. Aktuell ist die Verordnung seit November 2020 in Kraft, die es Vermietern erlaubt, höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete zu vermieten.
Die Situation ist bereits angespannt, denn neue Untersuchungen zeigen, dass die Versorgung mit Mietwohnungen in Bremen gefährdet ist. Umfangreiche Mieterhöhungen und ein Angebotsdefizit erhöhen den Druck auf die Mieter. Der Mieterverein Bremen befürwortet die Verlängerung, während der Eigentümerverband Haus & Grund dagegen ist und stattdessen Anreize für Neubauten fordert. Hintergrund ist auch, dass die Mietpreisbremse Ausnahmen für verschiedene Wohnformen, wie modernisierte oder möblierte Wohnungen, zulässt.
Hamburgs Wohnungsmarkt im Blick
Werfen wir einen Blick nach Hamburg, wo die Situation ähnlich aufgeladen ist. Laut der taz stieg der Anteil möblierter Wohnungen in den Stadtteilen Altona und Eimsbüttel zwischen 2020 und 2023 erheblich an. In Altona von 12 auf 22 Prozent und in Eimsbüttel von 11 auf 23 Prozent. Die Mietpreise für möblierte Wohnungen sind dementsprechend hoch: Durchschnittlich 25,80 Euro pro Quadratmeter, während Berlin und Köln bei 26,80 Euro und München gar bei 33,60 Euro liegen.
Bisher ist über die Mieter solcher Wohnungen nicht viel bekannt, doch die Meinungen über die Gründe für die hohen Mietpreise gehen auseinander. Hamburg plant zudem eine Gesetzesreform zur Begrenzung von Möblierungszuschlägen, nachdem eine entsprechende Initiative im Februar keine Mehrheit fand.
Ein Blick auf die Regelungen
Die rechtlichen Grundlagen der Mietpreisbremse sind klar: Sie kann von Landesregierungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt erlassen werden und legt fest, dass neue Mieten maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Weitere Details hierzu finden sich im Mietrecht. Mieter haben zudem die Möglichkeit, ihre Miete gegebenenfalls rechtlich zu überprüfen, wobei unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Bleibt abzuwarten, wie sich die Politik in Hamburg und Bremen in den kommenden Monaten positionieren wird. Eines ist sicher: Die Mieter benötigen mehr denn je einen starken Rückhalt, um sich in dieser angespannten Lage behaupten zu können.
