In der Hamburger Innenstadt leuchten neue Lichtinstallationen in Form von Kreisen. Diese kunstvollen Kreationen sollen an die Olympischen Ringe erinnern und haben eine besondere Bedeutung: Sie weisen auf das bevorstehende Referendum am 31. Mai hin, bei dem die Bürger entscheiden, ob Hamburg die Olympischen und Paralympischen Spiele ausrichten möchte. Die Lichtinstallation wird von Geschäftsleuten vor Ort unterstützt, um die Bewerbung für die Spiele zu fördern. Informationen über das Olympia-Konzept für Hamburg sind an Aufstellern am Boden zu finden. Ein großer QR-Code auf diesen Aufstellern führt zur Internetseite der Bewerbung und bietet den Bürgern die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren über die Pläne, die Hamburg für die Olympischen Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 hat (Quelle).

Am 31. Mai 2026 findet das entscheidende Referendum statt. Die Bürger werden abstimmen, ob sich Hamburg um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben soll. Der Abstimmungssatz lautet: „Ich bin dafür, dass sich der Deutsche Olympische Sportbund mit der Freien und Hansestadt Hamburg als Austragungsort um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewirbt.“ Dabei haben die Wähler die Möglichkeit, mit „Ja“ oder „Nein“ zu stimmen. Um das Referendum erfolgreich zu machen, sind mindestens 20% Wahlbeteiligung und mehr „Ja“-Stimmen als „Nein“-Stimmen erforderlich. Bei der letzten Bürgerschaftswahl waren 1.313.043 Bürger wahlberechtigt, was bedeutet, dass mindestens 262.609 „Ja“-Stimmen nötig sind, um die Bewerbung weiterzuführen (Quelle).

Wichtige Details zur Abstimmung

Stimmberechtigt sind alle Hamburger, die am 31. Mai mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Hamburg leben. Die Abstimmung erfolgt hauptsächlich per Briefwahl, und die Benachrichtigungen dafür werden Ende April verschickt. In Hamburg gibt es 178 Abstimmungsbezirke, in denen Abstimmungsstellen eingerichtet werden, und die Wähler können ihre Abstimmungsstelle frei wählen. Die Auszählung der Stimmen wird am 31. Mai live übertragen, und erste Ergebnisse werden gegen 18:30 Uhr veröffentlicht. Das amtliche Endergebnis wird spätestens am 25. Juni bekannt gegeben.

Am 26. September 2026 wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheiden, welcher deutsche Kandidat für die Olympischen Spiele ausgewählt wird. Neben Hamburg bewerben sich auch Berlin, München und die Region Rhein-Ruhr. München hat bereits ein erfolgreiches Referendum mit 66,4% Zustimmung durchgeführt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird frühestens 2027 über die Vergabe der Spiele entscheiden. Der DOSB hat eine Evaluierungskommission eingesetzt, um die Bewerber anhand einer Bewertungsmatrix zu beurteilen.

Hamburgs Konzept und Partnerstadt Kiel

Hamburg hebt in seinem Konzept die Nachhaltigkeit und kurze Wege hervor. Ein Highlight des Plans ist eine neue Arena für bis zu 60.000 Menschen, die auch als Leichtathletik-Stadion genutzt werden könnte. Das Olympische Dorf soll in Altona entstehen und später als „Science City“ sowie Wohnraum genutzt werden. Die Partnerstadt Kiel wird ebenfalls in das Konzept integriert; dort sollen Segel-, Handball- und Rugby-Wettbewerbe stattfinden. Zudem findet am 19. April 2026 in Kiel ein Referendum zur Bewerbung für die Segelwettbewerbe statt.

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Mit diesen Vorbereitungen und der Lichtinstallation in der Innenstadt wird die Hamburger Bevölkerung aktiv in den Prozess eingebunden, und die Vorfreude auf das Referendum steigt. Die kommenden Monate werden entscheidend sein für die Zukunft des Sports in Hamburg und die Frage, ob die Hansestadt Gastgeber der Olympischen Spiele wird oder nicht.