Hamburg feiert heute den zweiten Tag des 837. Hafengeburtstags mit einem prallen Programm, das sowohl auf dem Wasser als auch an Land zahlreiche Höhepunkte bietet. Auf der Elbe wird das traditionelle Schlepperballett präsentiert, bei dem Schlepper mit bis zu 3.000 PS Pirouetten zu Walzer- und Filmmusik drehen. Dieses Spektakel zieht wie jedes Jahr die Zuschauer in seinen Bann, und viele haben sich für die Übertragung des Balletts auf NDR.de ab 15.15 Uhr eingeloggt, wie NDR berichtet.

Die Stadt erwartet insgesamt rund eine Million Besucher bis Sonntag. Die Feierlichkeiten sind nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch eine Gelegenheit, die maritime Kultur Hamburgs hautnah zu erleben. Doch so viele Menschen bringen auch Herausforderungen mit sich; es sind umfassende Straßensperrungen in Altona, St. Pauli, Neustadt und der Hafencity notwendig, während die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel empfohlen wird. Der neue Elbtunnel A7 in Fahrtrichtung Süden bleibt bis Sonntagabend geschlossen, aber die Weströhre des Alten Elbtunnels ist nach Sanierungsarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben.

Highlights des Tages

Neben dem Schlepperballett können sich die Besucher auf eine geplante Rettungsübung freuen, die um 12.30 Uhr startet und an der Feuerwehr, Wasserschutzpolizei sowie Bundeswehr beteiligt sind. Am Abend erwartet die Gäste eine beeindruckende Live-Show „Elbe in Concert“ auf einer schwimmenden Bühne, wo unter anderem DJ Topic, Max Giesinger und Michael Schulte auftreten werden. Den krönenden Abschluss des Festtags bildet ein großes Feuerwerk über der Elbe ab 22.45 Uhr.

Am Freitag, beim feierlichen Auftakt des Festes, konnten die Zuschauer bereits Auftritte von Künstlern wie Santiano, Fünf Sterne Deluxe, Deine Freunde, Oli.P und Pohlmann genießen. Die Organisation solcher Events zeigt das gute Händchen von Hamburger Clubs wie Knust und Logo, die mehr als 20 Konzerte auf der zentralen Bühne an den Landungsbrücken organisiert haben.

Ein Blick in die Geschichte

Der Hafengeburtstag, der mittlerweile seit rund 50 Jahren jährlich zelebriert wird, hat seine Wurzeln tief im Mittelalter. Erste Handelsschiffe legten im 9. Jahrhundert in Hamburg an, was den Grundstein für die Entwicklung der Stadt als wichtigen Warenumschlagplatz in Europa legte. Historisch gesehen florierte der Hafen durch kluge Handelspolitik und den Welthandel. Zu den wichtigsten Exportgütern gehörte das berühmte Hamburger Bier, das in Nordeuropa und den Niederlanden hoch im Kurs stand.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Allerdings feiert Hamburg nicht das 837. Jubiläum des Hafens in Folge, wie viele denken könnten. Die rechtswirksame Geburtsurkunde stammt nicht aus dem Jahr 1189. Stattdessen war der Hafen eine Drehscheibe für Waren und Menschen, insbesondere für Auswanderer im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich der Hafen schließlich in einen internationalen Containerhafen und ist heute Europas drittgrößter.

Insgesamt bietet der Hafengeburtstag ein Fest für die gesamte Bevölkerung, nicht wie der Übersee-Club, der eher im Verborgenen bleibt. Also, schnappen Sie sich Ihre Freunde, genießen Sie die Festivitäten und tauchen Sie ein in die maritimen Traditionen dieser wunderbaren Stadt, so hamburg.de in einer umfassenden Zusammenfassung der Feierlichkeiten.