In der kleinen Stadt Hemelingen, die zu Bremen gehört, hat der junge Uhrmacher Jonas Thiel ein beeindruckendes Projekt ins Leben gerufen. Mit viel Leidenschaft und Hingabe baut er eigene Armbanduhren, wobei er alte Maschinen verwendet, die er eigenhändig aufgearbeitet hat. Thiels Interesse für das Uhrmacherhandwerk wurde durch ein ganz besonderes Geschenk zu seinem 18. Geburtstag geweckt – eine Uhr, die sein Leben veränderte. Heute sieht er sich jedoch mit der Realität konfrontiert, dass das Uhrmacherhandwerk als selten und bedroht gilt.

Nach einer dreijährigen vollschulischen Ausbildung in Hamburg, die Thiel mit einem Schüleraustausch in Dänemark bereicherte, wo er das Skelettieren von Uhren erlernte, hat er seine Fähigkeiten weiterentwickelt. In seiner Werkstatt plant er, Taschenuhrwerke der Marke Unitas in Armbanduhrwerke zu verwandeln. Dabei hat er sich vorgenommen, von acht Spenderwerken mindestens drei zu zerstören und fünf erfolgreich herzustellen. Thiel beschreibt seine Maschinen als alte Technik, die in der Industrie oft belächelt wird. Trotz der Herausforderungen, die mit seinem Projekt verbunden sind, empfindet er große Freude an seiner Arbeit.

Eine fundierte Ausbildung

Die Ausbildung zum Uhrmacher dauert in der Regel drei Jahre und kann in Betrieben des Uhrmacherhandwerks oder der Uhrenindustrie absolviert werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, in einer Berufsfachschule zu lernen, jedoch ohne Vergütung. Diese Ausbildung umfasst handwerkliche Fertigkeiten wie den Batteriewechsel und das Befestigen von Armbändern, aber auch den Umgang mit Mikroskopen, Werkzeugen sowie chemischen Stoffen. Während der Ausbildung ist es wichtig, theoretische Grundlagen in der Berufsschule zu erwerben.

Jonas Thiel hat seine Ausbildung erfolgreich absolviert und kann auf eine vielversprechende Karriere zurückblicken. Während der dualen Ausbildung verdient man im ersten Jahr etwa 1.090 Euro brutto, im zweiten Jahr steigt das Gehalt auf 1.160 Euro und im dritten Jahr auf 1.260 Euro. Nach der Ausbildung kann man in der Industrie mit einem Gehalt von über 2.500 Euro brutto pro Monat rechnen, abhängig von Tarifverträgen und Qualifikation.

Ein Blick in die Zukunft des Handwerks

Der Beruf des Uhrmachers erfordert Geduld, Präzision und technisches Verständnis. In der heutigen Zeit bleibt dieser Beruf spannend und zukunftsorientiert, vor allem durch technologische Entwicklungen. Thiel hat durch seinen Umzug nach Bremen eine finanzielle Entlastung erfahren, da die Wohnungssituation in Hamburg schwierig war. Er ist glücklich über diese Entscheidung und sieht sein Projekt langfristig an. Er möchte weiterhin lernen und mit seiner Leidenschaft für das Uhrmacherhandwerk etwas Einzigartiges herstellen.

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In der Ausbildung sind auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten gegeben, wie etwa die Technikerweiterbildung in Feinwerktechnik oder der Erwerb des Meistertitels. Dies erlaubt es, selbst auszubilden oder selbstständig zu arbeiten. Der Beruf des Uhrmachers bleibt, trotz der Herausforderungen, ein faszinierendes Feld für alle, die sich für die Kunst der Zeitmessung begeistern.

Für weitere Informationen über den Beruf des Uhrmachers und die Ausbildung kann man sich an den entsprechenden Stellen informieren. Wer Interesse hat, in dieses Handwerk einzutauchen, sollte sich auf jeden Fall über die Ausbildungsinhalte und Möglichkeiten informieren, um in der Welt der Uhren einen eigenen Platz zu finden.