Neues Stadtteilhaus in Rothenburgsort fördert Bildung und Gemeinschaft
In Rothenburgsort, einem Stadtteil von Hamburg-Mitte, entsteht bis 2028 ein neues multifunktionales Stadtteilhaus am Alexandra-Stieg. Dieses Projekt ist nicht nur ein architektonischer Meilenstein, sondern auch ein bedeutender Schritt zur Förderung von Bildung, Kultur und sozialem Austausch in der Region. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, während die Fertigstellung für 2028 angestrebt wird.
Das Stadtteilzentrum wird ein zentraler Treffpunkt für die Anwohner bieten und umfasst eine Vielzahl von Einrichtungen wie ein Café, Veranstaltungsräume, Sporträume sowie Werkstätten und Beratungsangebote. Ein besonderes Highlight des Designs ist die öffentlich zugängliche Dachterrasse mit Stadtgarten, die den Besuchern einen direkten Blick auf den angrenzenden Park ermöglicht. Die großzügige Glasfassade des zweigeschossigen Gebäudes schafft eine transparente Verbindung zum Park und öffnet den Raum zur Natur.
Ein wichtiger Schritt für die Gemeinschaft
Die Neugestaltung der angrenzenden Parkflächen ist ein integraler Bestandteil des Projekts. Diese Maßnahme wird im Rahmen des Alster-Bille-Elbe Grünzugs durchgeführt und soll Aufenthaltsflächen sowie Spiel- und Bewegungsangebote bieten. Die Planung basiert auf einem hochbaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb, dessen Siegerentwurf von der Demo Working Group Architekten-Partnerschaft mbB und FAKT, zusammen mit Trako Engineering, Transsolar Energietechnik und Knüvener Architekturlandschaft, stammt. Das Preisgericht tagte am 10. April 2025 und wählte einstimmig diesen Entwurf aus acht eingereichten Arbeiten aus.
Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer betonte die Notwendigkeit eines Stadtteilzentrums für Begegnung und Austausch. Auch Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit hob die Bedeutung des neuen Zentrums für die Vernetzung und Teilhabe der Bürger hervor. Eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung fand in der Konzeptionsphase durch Workshops statt, was die Akzeptanz und Identifikation der Anwohner mit dem Projekt fördern soll.
Finanzierung und langfristige Zusammenarbeit
Die Finanzierung des Projekts erfolgt unter anderem aus dem Stadtentwicklungsfonds „Lebendige Quartiere“ der Hamburgischen Bürgerschaft, bei dem rund 5,7 Millionen Euro eingeplant sind. Die langfristige Zusammenarbeit mit dem Verein Mikropol e.V. wurde ebenfalls vereinbart, um die Entwicklung des Zentrums und der angrenzenden Flächen zu unterstützen. Nach dem Abriss des früheren Stadtteiltreffs wird hier ein fester Ort für nachbarschaftliches Leben geschaffen, der den Bedürfnissen der Anwohner gerecht wird.
Die Entwicklungen in Rothenburgsort sind nicht nur ein lokales Vorhaben, sondern stehen auch im Kontext einer übergreifenden stadtplanerischen Strategie. Innenstädte und Stadt- sowie Ortsteilzentren spielen eine entscheidende Rolle für die Zukunft von Städten und Gemeinden. Die integrierte, nutzungsgemischte Zentrenentwicklung betont die Wichtigkeit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren sowie der Bürgerbeteiligung. Durch Dialog- und Vernetzungsangebote wird versucht, einen konstruktiven Einklang zwischen unterschiedlichen Interessen zu schaffen und schutzwürdige Bedürfnisse zu berücksichtigen. Diese Ansätze sind Teil der aktuellen Forschung, die durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) begleitet wird. Nähere Informationen zu diesen Entwicklungen können in der Publikation „Multifunktionale Innenstadtentwicklung und Partizipationskultur“ nachgelesen werden (BBSR-Online-Publikation).
Insgesamt zeigt das Projekt am Alexandra-Stieg das Potenzial von städtebaulichen Initiativen, die nicht nur die Infrastruktur verbessern, sondern auch das soziale Miteinander in der Stadt stärken.
