Im Herzen Hamburgs wird wieder ein ganz besonderer Preis verliehen: Der Lebensretterpreis, den der Hamburger Klinikkonzern Asklepios in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt ausrichtet. Jährlich werden hier Menschen geehrt, die in Notsituationen mutig handeln und Leben retten. Wer kennt nicht die rührenden Geschichten von Überlebenden, die durch schnelles Handeln gerettet werden konnten? Ob die dreifache Mutter, die in einem Laden in Ottensen zusammenbrach, oder der Hamburger Camper, der beim Baden das Bewusstsein verlor – solche Heldentaten und die Hilfe von Passanten machen den Unterschied.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland etwa 60.000 Menschen einen Herzstillstand. Ohne sofortige Reaktionen sind die Überlebenschancen dramatisch gering. Asklepios hebt hervor, dass die Überlebenschancen besser sind, wenn konsequent reanimiert wird, bis der Notarzt eintrifft. Dies sollte jeder Bürger im Hinterkopf haben, denn jeder Weltenbürger könnte in die Lage kommen, zu helfen.

Wer darf nominieren?

Jetzt heißt es: Kennen Sie einen Hamburger Lebensretter? Bis zum 17. August stehen die Bewerbungen offen. Die Geschichten der Helfer, die auf besondere Weise gehandelt haben, können eingereicht werden. Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg, betont, dass diese Auszeichnungen nicht nur die herausragenden Taten anerkennen, sondern auch die Wichtigkeit von Erste-Hilfe-Kenntnissen in der Bevölkerung stärken sollen. Denn viele, die reanimieren, haben ihr Wissen erst kürzlich aufgefrischt. Ein einmaliger Kurs vor der Führerscheinprüfung reicht nicht aus, um in solch kritischen Momenten richtig zu handeln.

Die Preisverleihung findet am 30. September 2026 im ehemaligen Hauptzollamt in der Speicherstadt statt. Jedes Jahr werden drei Lebensretter ausgezeichnet. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis für besondere Leistungen. Die Bewerbungsformulare sind sowohl in der Geschäftsstelle des Abendblatts als auch online verfügbar.

Wissen, das Leben retten kann

Aber warum ist es so wichtig, die Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen? Laut der aktuellen Forschung kann das Ausbleiben von Reanimationsmaßnahmen nach drei bis fünf Minuten irreversible Hirnschäden zur Folge haben. Statistiken zeigen: Die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt um zehn Prozent pro Minute ohne Herzdruckmassage. Das heißt, dass mehr Menschen überleben könnten, wenn wir in den entscheidenden Momenten nicht wegsehen, sondern handeln. Auch wenn dabei das Risiko von Verletzungen wie Rippenbrüchen besteht, zählt der Wille zu helfen.

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Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren und vielleicht selbst partizipieren, denn: Jeder kann zum Helden werden! Zeigen wir gemeinsam, dass in Hamburg das Leben zählt.