Die Straßen in und um Kiel sind in Bewegung – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Am Autobahnkreuz Kiel-West wurde in den letzten Wochen kräftig gewerkelt. Die A215 in Richtung A210 nach Rendsburg war für einen Monat gesperrt. Grund hierfür waren die katastrophalen Zustände der Fahrbahn – wilde Risse, Schlaglöcher und Bodenwellen haben die Strecke echt ungemütlich gemacht. Die letzte Asphaltierung fand immerhin schon 2009 statt – also höchste Zeit für eine Sanierung!

Die Bagger kamen Mitte April zum Einsatz und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Das führte dazu, dass die Arbeiten schneller vorankamen als geplant. Ursprünglich sollte die Strecke bis zum 15. Mai wieder freigegeben werden, doch die Bauarbeiten waren bereits vorzeitig abgeschlossen. Ab dem 18. Mai geht’s dann weiter: Der zweite Bauabschnitt steht an, und die A210 von Rendsburg nach Kiel wird bis zum 12. Juni gesperrt. Auch die Abfahrt von der A210 auf die A215 in Richtung Süden sowie die Verbindung von Rendsburg zum Mettenhofzubringer sind betroffen.

Umleitungen und weitere Bauphasen

Für Autofahrer bedeutet das: Umleitung über die Anschlussstelle Melsdorf, den Rotenhofer Weg und den Kieler Weg bis Mettenhof, um dann über den Skandinaviendamm zur B76 zu gelangen. Das alles wird natürlich etwas Geduld erfordern. Und nicht vergessen: Während der Kieler Woche wird es eine kleine Baupause geben. Die dritte Bauphase startet dann am 29. Juni, wenn der Asphalt zwischen dem Kreuz Kiel-West und der Abfahrt Kiel-Mitte erneuert wird. Die komplette Fertigstellung soll schließlich im Oktober erreicht sein. Ein kleiner Hinweis am Rande: Der Bauabschnitt führt von Kiel nach Rendsburg und nicht umgekehrt, wie ursprünglich vermutet.

Doch nicht nur an den Autobahnen wird gewerkt. Auch die Deutsche Bahn ist am Zug – im wahrsten Sinne des Wortes! An der Alten Lübecker Chaussee werden Eisenbahnbrücken erneuert, was zu einer teilweisen Sperrung führt. Hier ist nur ein Fahrbahnstreifen verfügbar, und der Verkehr wird wechselseitig durch eine Ampelanlage geregelt. Die Durchfahrtshöhe unter den Brücken wurde auf 3,60 Meter reduziert. Eine digitale Höhenkontrolle sorgt dafür, dass zu hohe Lkw erkannt werden. An den Einmündungen sind Lichtschranken installiert, die automatisch die entsprechenden Behörden informieren, falls ein Fahrzeug mit zu hoher Höhe auf die Brücke zurollt.

Verkehrsinfrastruktur im Fokus

Solche Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 ist das zentrale Instrument der Verkehrsinfrastrukturplanung des Bundes. In den nächsten 10 bis 15 Jahren werden über 269 Milliarden Euro in den Erhalt und Ausbau von Straßen, Schienen und Wasserwegen investiert. Rund 141 Milliarden Euro sind für den Erhalt der Bestandsnetze vorgesehen. Das Ziel? Weniger Staus auf den Straßen, mehr Kapazität im Bahnverkehr und wirtschaftlichere Transportmöglichkeiten auf den Wasserstraßen. Der Deutschland-Takt, der eine abgestimmte Taktung im Schienenverkehr anstrebt, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen.

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Insgesamt – und das ist ja auch wichtig zu betonen – wird diese umfassende Investition in die Infrastruktur dazu beitragen, den Verkehr in unserer Region flüssiger zu gestalten und die Reisezeiten zu verkürzen. Ein Grund zur Freude, auch wenn die Bauarbeiten manchmal etwas Geduld erfordern! Bleiben Sie also dran und genießen Sie die Fahrt – irgendwann wird sie wieder reibungslos verlaufen.