Kein Fanfest in Hamburg: WM 2026 ohne Feier auf dem Heiligengeistfeld!
In Hamburg stehen die Fußballfans vor einer besonderen Herausforderung: Zur kommenden Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026 wird es kein zentrales Fanfest geben. Dies hat Veranstalter Uwe Bergmann, der in der Vergangenheit zahlreiche Fanfeste auf dem Heiligengeistfeld organisiert hat, bekannt gegeben. Er bedauert die Entscheidung, betont jedoch, dass die Durchführung der Veranstaltung schlichtweg nicht darstellbar sei. Die Fußball-Weltmeisterschaft findet zwischen dem 11. Juni und dem 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt und bringt dabei einige logistische Besonderheiten mit sich.
Warum gibt es kein Fanfest? Bergmann führt dazu mehrere gewichtige Gründe an. Erstens sind die Anstoßzeiten aufgrund der Zeitverschiebung ungünstig – ein Beispiel dafür ist das Gruppenspiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste, das am 20. Juni um 22 Uhr angepfiffen wird. Zweitens beginnen die Aufbauarbeiten für den Sommerdom in der Finalwoche der WM, was die Nutzung des Heiligengeistfeldes unmöglich macht. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte bestätigte zudem, dass bislang keine Anfragen für eine Veranstaltung auf dem zentralen Platz eingegangen sind. Welt berichtet außerdem, dass die hohen Kosten – von der Nutzung des Platzes über Sicherheitsmaßnahmen bis zu technischer Ausstattung – für die Absage entscheidend waren.
Ein Verlust für die Fußballgemeinde
Das geplante Fanfest war nicht nur eine Idee, sondern vielmehr eine 20-jährige Tradition, die mit der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ihren Anfang nahm. Früher fanden sich dort bis zu 50.000 Fußballbegeisterte ein, um gemeinsam mitzufiebern. Die Absage des Fan-Highlights trifft die Hamburger Fußballgemeinde hart. Die Möglichkeit, gemeinsam Spiele zu verfolgen und bei einer öffentlichen Übertragung die Atmosphäre zu genießen, wird schmerzlich vermisst. NDR hebt hervor, dass Bergmann trotz der Enttäuschung zuversichtlich bleibt und auf ein Fanfest bei der Europameisterschaft 2028 hofft.
Das Thema Fanfest hat in dieser WM besonders viele Herausforderungen: logistische Probleme, die späten Anstoßzeiten und die Unsicherheit hinsichtlich des Abschneidens der deutschen Mannschaft können die Besucherzahlen stark beeinflussen. Zudem gibt es die Problematik des Lärmschutzes, die besonders bei den späten Anstoßzeiten eine Rolle spielt. Auch die geringe Aussicht auf Erträge durch Getränkestände sorgte dafür, dass kein Sponsor für das Event gefunden werden konnte. RTL fasst zusammen: Hohe Kosten und ungewisse Zuschauermengen waren ausschlaggebend für die Entscheidung zur Absage.
Obwohl die WM 2026 in Hamburg ohne ein zentrales Fanfest stattfinden wird, hoffen viele, dass zukünftige Turniere, wie die EM 2028, wieder die Gelegenheit bieten, das Fußballfieber in einer Gemeinschaft zu feiern. Die Vorfreude auf eine lebendige Stadionatmosphäre und gemeinsame Public Viewings bleibt ungebrochen.
