Isabell Werth: Die Königin der Dressur erobert Hamburg erneut
Gestern, am 17. Mai 2026, war es endlich wieder soweit! Das Deutsche Dressur-Derby in Hamburg zog die Pferdefans in seinen Bann. In einem voll besetzten Dressurstadion zeigte die unangefochtene Königin der Dressur, Isabell Werth, einmal mehr, warum sie zu den Besten der Besten gehört. Sie gewann nicht nur das Blaue Band – und das zum sechsten Mal! – sondern setzte mit ihrem zehnjährigen Hengst Viva Gold OLD auch gleich noch einen drauf und siegte in der Kür der CDI5*-Tour. Ein Glanzstück!
Viva Gold OLD, der in seiner ersten internationalen Kür ein beeindruckendes Ergebnis von 84,365 Prozent erzielte, war in Hochform. Die Choreographie zur Musik von Neil Diamond ließ nicht nur die Herzen der Zuschauer höher schlagen, sondern offenbarte auch das Potential, das in diesem talentierten Hengst steckt. Werth war sichtlich zufrieden mit der Entwicklung ihres Schützlings, der sich während der Veranstaltung von Tag zu Tag verbesserte. Das macht Lust auf mehr! Ein Jahr zuvor hatte Viva Gold OLD bereits die Louisdor-Preis Finalqualifikation für Grand-Prix-Nachwuchspferde gewonnen, und jetzt? Jetzt steht der nächste große Auftritt an.
Die Konkurrenz schläft nicht
Ingrid Klimke, ebenfalls eine Größe im Dressursport, sicherte sich den zweiten Platz in der Kür mit ihrer Stute First Class und erzielte 77,040 Prozent. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung meiner Stute“, sagte sie und strahlte über das gesamte Gesicht. Moritz Treffinger rundete das Podium mit seinem Fiderdance ab, der 76,525 Prozent erreichte. Für ihn war der Start in Hamburg ein absolutes Highlight und die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Man konnte die Freude in seinen Augen sehen – wer könnte da nicht mitfiebern?
Die Atmosphäre im Stadion war elektrisierend. Die Zuschauer kamen in Scharen, um den aufregenden Wettkampf zu verfolgen. Das Gefühl, wenn die Pferde über den Platz galoppieren, der Geruch von frischem Heu, die leisen wiegenden Geräusche der Hufe auf dem Boden – das sind Erlebnisse, die man einfach nicht vergisst. Ein Fest für die Sinne!
Isabell Werths beeindruckende Karriere
Werth, die als Tochter eines Landwirts aufwuchs und schon früh mit Pferden in Kontakt kam, hat eine beeindruckende Karriere hingelegt. Zunächst im Spring- und Vielseitigkeitsreiten aktiv, fand sie durch den Kontakt zu Uwe Schulten-Baumer ihren Weg zur Dressurreiterei. Ihr Spitzenpferd Gigolo FRH, das nach den Olympischen Spielen 2000 in Sydney in den Ruhestand ging, war der erste große Schritt in ihrer Erfolgsgeschichte. Wer könnte die Momente vergessen, als sie bei den Weltreiterspielen 2006 Teamgold in Aachen gewann? Oder die Olympischen Spiele in Peking 2008, bei denen sie im Einzel Silber holte? Insgesamt hat sie sage und schreibe acht olympische Medaillen gewonnen! Eine beeindruckende Bilanz.
Doch nicht alles war immer nur glanzvoll. 2009 musste sie sich einer sechsmonatigen Sperre wegen Dopingvorwürfen stellen. Aber wie das Leben so spielt, hat sie sich nie unterkriegen lassen. 2016 führte sie mit Weihegold OLD ihr Team zu Gold bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und zeigte einmal mehr ihr unglaubliches Talent und ihre unermüdliche Leidenschaft für den Sport.
Die Geschichte von Isabell Werth ist die eines unaufhörlichen Aufstiegs, der geprägt ist von Höhen und Tiefen, von Triumphen und Rückschlägen. Und während sie nun mit ihrem neuen Spitzenpferd Quantaz in die Zukunft blickt, bleibt eines gewiss: Ihre Liebe zu den Pferden und der Dressurreiterei wird immer der Motor ihres Schaffens sein. Wer weiß, was wir in den kommenden Jahren noch von ihr erwarten dürfen? Die Bühne gehört ihr, und das Publikum wird es ihr danken!
