Eine wichtige Umstellung im Hamburger Nahverkehr steht bevor: Ab dem 9. Juli 2026 wird eine wesentliche S-Bahn-Strecke zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook für eine Woche gesperrt. Diese Maßnahme ist Teil umfassender Bauarbeiten, die dem Erhalt und der Modernisierung der Infrastruktur dienen. Der S-Bahn-Verkehr der Linien S3, S5 und S7 wird in dieser Zeit eingestellt, was viele Pendler vor Herausforderungen stellt. Die S3 wird lediglich zwischen Pinneberg und Hammerbrook sowie zwischen Wilhelmsburg und Neugraben fahren, während die S5 nur zwischen Stade/Buxtehude und Harburg Rathaus operiert. Die Bergedorfer S-Bahn (S2) wird während der Sperrung nicht durch den Citytunnel fahren, sondern über Dammtor in Richtung Diebsteich geleitet. Dadurch entfällt auch die direkte Verbindung vom Bahnhof Altona zur Holstenstraße.

Die Hamburger Verkehrsbehörde empfiehlt, alternative Verbindungen vor Fahrtantritt zu überprüfen. Für den Ersatzverkehr sind Busse im Einsatz, die an den S-Bahn-Stationen Wilhelmsburg, Veddel und Hammerbrook halten werden. Aufgrund von Straßenbauarbeiten kann die Station Elbbrücken nicht angefahren werden; Reisende werden gebeten, zur U-Bahnlinie U4 an den Stationen Hamburg Hauptbahnhof oder Jungfernstieg umzusteigen.

Zusätzliche Mobilitätsangebote

Während der Bauarbeiten stehen den Fahrgästen noch weitere Optionen zur Verfügung. Der Regionalverkehr zwischen Harburg und dem Hamburger Hauptbahnhof bleibt mit den Linien RE3, RE4, RE5 sowie RB31 und RB41 aufrecht. Besonders der RE5 wird zeitweise zusätzlich auch in Neugraben halten. Für eine schnelle Verbindung zwischen Neugraben und Wilhelmsburg werden Direktbusse eingesetzt, die an wichtigen Haltestellen wie Harburg und Neuwiedenthal halten. Diese Busse werden Montag bis Freitag von 5 bis 23 Uhr und am Wochenende ab 7 Uhr mit einem Takt von 10 Minuten angeboten, in Randzeiten sogar alle 20 Minuten.

Die Haltestellen für die Ersatzbusse sind klar geregelt. So können Fahrgäste in Neugraben beispielsweise die Haltestellen der Buslinien 141, 251 und X40 nutzen. In Neuwiedenthal gibt es die Haltestelle „Opferberg“ der Linie 141. Leider ist der ZOB Harburg während der Bauarbeiten gesperrt, was bedeutet, dass die Busse nicht dort halten, sondern am Großmoordamm. Vor Ort stehen Reisendenlenker bereit, um den Passagieren mit Informationen zur Seite zu stehen.

Langfristige Bauprojekte

Die aktuellen Bauarbeiten sind Teil der langfristigen Planung für den südlichen Abschnitt der geplanten S6, wo der Gleisoberbau auf 800 Metern erneuert wird. Der Untergrund erhält durch Geotextil zusätzliche Stabilität, bevor die neuen Weichen eingebaut werden. Um die Bauzeit zu minimieren, erfolgen die Arbeiten sowohl tagsüber als auch nachts. Bis Ende 2026 wird zudem mit weiteren Einschränkungen im S-Bahn- und Regionalverkehr aufgrund von Gleisbauarbeiten zwischen Stade und Neugraben gerechnet.

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Um stets informiert zu bleiben, können Reisende die DB-Navigator-App oder die HVV-App nutzen, um Fahrplanauskünfte oder aktuelle Störungen im S-Bahnverkehr einzuholen. Auch auf den Webseiten von hamburg.de und s-bahn-hamburg.de finden sie hilfreiche Informationen zu den Änderungen.

In den kommenden Wochen sollten die Fahrgäste also besonders achtsam sein. Die Umstellungen sind zwar unumgänglich, aber gut geplante Alternativen machen die Reise in Hamburg auch während der Sperrung weiterhin möglich. Die Verantwortlichen bitten um Verständnis für die Unannehmlichkeiten, die diese notwendigen Maßnahmen mit sich bringen.