Am 6. Mai 2026, in der geschäftigen Hamburger Gegend Hammerbrook, wird ein Cold-Case-Prozess um den Mord an einer Transperson, der vor 43 Jahren geschah, verhandelt. Die Umstände des Falls sind alles andere als einfach und werfen einen Schatten auf die Ermittlungsarbeit der Polizei. Der Angeklagte, der 1983 am Tag nach dem Mord festgenommen wurde, hatte mit einer Smith & Wesson auf ein Schaufenster geschossen. Ein eher seltsamer Zufall, wenn man bedenkt, dass die Polizei die Waffe sichergestellt hat, aber die möglichen Ermittlungsfehler sind nicht zu übersehen.
Die 41-jährige Transperson wurde tot in ihrem Wohnwagen entdeckt, und die Pistole, die letztendlich für den Fall von Bedeutung war, verschwand auf mysteriöse Weise aus dem Polizeibereich. Wo mag die Waffe, die möglicherweise mit dem Geschoss, das neben der Leiche gefunden wurde, übereinstimmt, heute sein? Erstaunlicherweise bestätigte ein Waffensachverständiger, dass die Waffe und das Geschoss zusammenpassen, doch eine eindeutige Zuordnung zur Mordwaffe konnte nicht getroffen werden. Im Laufe der Jahre stieß die Polizei auf alte DNA-Spuren, die schließlich zur Festnahme des Angeklagten in Finkenwerder führten. Komischerweise wurden diese Spuren erst viele Jahre nach dem Verbrechen ausgewertet.
Ein Prozess mit Hindernissen
Der Vorsitzende Richter Rainer Drees äußerte seine Bedenken über die Beweisführung in diesem komplexen Fall. Er forderte die Verteidigerin auf, mit ihrem Mandanten ins Gespräch zu kommen, um mögliche Einlassungen zu diskutieren, und betonte, dass es nicht darum gehe, den Angeklagten „ins Messer laufen zu lassen“. Drees wies darauf hin, dass die Entscheidung des Gerichts auf nur drei Beweisanzeichen und fast ausschließlich auf Aktenlage basiere, was nicht gerade für die Zuverlässigkeit der Beweise spricht.
In einer bemerkenswerten Wendung des Prozesses erklärte der Richter, dass es „eher unwahrscheinlich“ sei, dass jemand anderes als der Angeklagte die Tat begangen habe. Der Angeklagte selbst hat am Tatort Fingerabdrücke und DNA-Spuren hinterlassen, und es gibt einen Zeugen, der angibt, dass der Angeklagte die Tat später eingeräumt haben soll. Doch trotz all dieser Indizien bleibt die Frage: Ist das genug, um einen Menschen zu verurteilen? Der Prozess wird am 13. April fortgesetzt, und die Spannung ist greifbar.
Ein Schatten der Vergangenheit
Inmitten dieser rechtlichen Auseinandersetzungen gibt es auch andere tragische Vorfälle, die die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich ziehen. So wurde vor Kurzem ein Radfahrer in Billbrook von einem Lkw überfahren und kam dabei ums Leben. Die Beamten verhafteten einen 61-Jährigen in Finkenwerder, der 1983 einen Blumenhändler erschossen haben soll. Es scheint, als ob die Geister der Vergangenheit nicht ruhen wollen.
Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass dieser Fall nun endlich aufgeklärt werden kann. Auch der Fall eines verschwundenen Mädchens sorgt für Aufsehen. Mit Smoothie-Flaschen und einem Plakat am Winterhuder Marktplatz versucht die Polizei, Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Es ist eine herausfordernde Zeit für die Ermittler, die sich mit der Aufarbeitung alter Fälle und den damit verbundenen Fragen der Gerechtigkeit auseinandersetzen müssen.