Hamburgs Erfolg: Positive Flächenbilanz für 2024 und neue Bauprojekte!
Die Hamburger Finanzbehörde hat kürzlich erfreuliche Neuigkeiten zur Flächenbilanz der Stadt aus dem Jahr 2024 veröffentlicht. Im Rahmen von Ankäufen und der Ausübung von Vorkaufsrechten (VKR) wurden insgesamt 67,5 Hektar erworben. Davon entfallen 18,9 Hektar auf das Allgemeine Grundvermögen (AGV) und 48,6 Hektar auf die Flächenbedarfe anderer Behörden. Das Gesamtvolumen der angekauften Flächen beläuft sich auf rund 298,4 Millionen Euro, wobei etwa 206,9 Millionen Euro auf AGV-Flächen entfallen und 91,5 Millionen Euro auf Flächen anderer Behörden. Dies ist ein klarer Beweis für die aktive Flächenpolitik der Stadt, die für dieses und kommende Jahre positive Aussichten verspricht.
Zusätzlich wurden im Jahr 2024 Flächen im Umfang von 18,6 Hektar verkauft, was Einnahmen in Höhe von insgesamt 39 Millionen Euro einbrachte. Auch der Landesbetrieb Immobilien Hamburg (LIG) hat einen positiven Beitrag geleistet: Er erwirtschaftete ein Jahresergebnis von rund 18,3 Millionen Euro. Für die bauliche Realisierung des ehemaligen ThyssenKrupp-Schulte-Areals wurde bereits ein Zuschlag erteilt, wobei die geplante Nutzung ein Fußball-Regionalligastadion sowie Büro- und Gewerbeflächen vorsieht. Ziel der Bietergemeinschaft „Vielfalt ZECH“ (bestehend aus ZECH Bau SE und ZECH Hochbau AG) ist die Fertigstellung bis Ende des Jahrzehnts.
Erbbaurechte als Schlüssel zur Bodenpolitik
Apropos großzügige städtische Planungen: Der Erbbaurechtskongress, der am 4. und 5. März 2024 in Hamburg stattfand, thematisierte die kluge Nutzung von Erbbaurechten durch Kommunen. Eva Maria Levold, Hauptreferentin für Baurecht und Liegenschaften, berichtete von der Renaissance dieser Rechtsform in deutschen Städten. Erbbaurechte bieten viele Vorteile: Sie sichern langfristig Grundstücke für Kommunen und ermöglichen einen Einfluss auf die Nutzung. In Hamburg beträgt der Erbbauzins für Wohnbauten 1,3 Prozent des Bodenwertes, was im Vergleich zu anderen Städten attraktiv ist. Freiburg im Breisgau gewährt sogar Abschläge bei der Grundstücksbewertung, und auch hier wird die Förderung von bezahlbarem Wohnraum großgeschrieben.
Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel hebt die Bedeutung des Erbbaurechts hervor, um nicht nur bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern auch zur Daseinsfürsorge beizutragen. In diesem Kontext ist es auch wichtig zu erwähnen, dass der Erbbaurechtsverband Weiterbildungen und Zertifikatslehrgänge für diejenigen anbietet, die sich mit diesem Thema befassen. Eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung des Erbbauzinses ist ebenfalls geplant, um die Attraktivität der Stadt zu sichern. Erbbaurechte erfreuen sich nicht nur bei der Stadt großer Beliebtheit, sondern werden auch von Stiftungen und kirchlichen Organisationen genutzt, um finanzielle Verpflichtungen zu decken.
Nachhaltige Stadtentwicklung ist gefragt
Mit der positiven Flächenbilanz von rund 29.485 Hektar im Jahr 2024 zeigt die Stadt Hamburg, dass sie beim Thema Stadtentwicklung ein gutes Händchen hat. Der LIG hat zudem am 1. Januar 2013 als eigenständiger Landesbetrieb seinen Dienst aufgenommen und kann mittlerweile auf ein gehöriges Portfolio zurückblicken. Öffentliche Unternehmen, an denen die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) beteiligt ist, verfügen über stolze 7.820 Hektar Grundbesitz, was zusammen mit den Konzernunternehmen 49,4 Prozent der Gesamtfläche Hamburgs ausmacht.
Und damit nicht genug: Auch die Planung neuer Infrastrukturen schreitet voran. Die Hamburger Hochbahn AG plant eine Haltestelle namens „Sportplatzring“ für die neue U-Bahn-Linie 5, was eine weitere Verbesserung der Erreichbarkeit in der Stadt erwarten lässt. Doch nicht nur neue Gesetze und Flächenankäufe sind für die Stadtentwicklung entscheidend – auch die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung bleibt ein zentrales Thema. Hamburg zeigt, dass es beim Ausbau von Wohnraum und Infrastruktur tatsächlich um mehr als nur Zahlen geht: Es geht um Lebensqualität. Hamburg ist auf einem guten Weg!
