Hamburgs Domachse wird zur grünen Alster-Elbe-Promenade!
Ein neuer Wind weht durch Hamburgs historische Mitte: die Domachse wird umgestaltet und soll in Zukunft als „Alster-Elbe-Promenade“ fungieren. Hierbei will die Stadt nicht nur den Verkehr umorganisieren, sondern auch ein grünes Paradies für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Das Konzept sieht eine Verbindung zwischen der idyllischen Binnenalster und der mächtigen Elbe vor, inklusive breiterer Wege, neuer Radstreifen und einem großen Park am Hammaburg-Platz.
Die Planungen, die von der Stadtentwicklungsbehörde und der Verkehrsbehörde präsentiert wurden, haben das Potenzial, die Nutzung der Domachse zu revolutionieren. Täglich nutzen rund 65.000 Hamburgerinnen und Hamburger diese wichtige Verbindung zur HafenCity, die nun grüner, sicherer und einladender gestaltet werden soll. Der Umbau wird sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken, wobei die Eröffnung der Ausstellung zum Rahmenplan in der Innenstadt auf große Resonanz stieß. Besucher können den Plan ohne Voranmeldung einsehen und sich über die Maßnahmen informieren, die auch in einem Dialogprozess mit Bürgerbeteiligung entstanden sind.
Umfangreiche Maßnahmen und Veränderungen
Der Rahmenplan sieht unter anderem vor, die Fahrbahnbreiten zu reduzieren, was einen Gewinn von bis zu 6.500 Quadratmetern Fläche bedeutet. Diese wird dann in Form von Grünflächen und Aufenthaltsbereichen genutzt. Auch der Hammaburg-Platz wird entscheidend aufgewertet: Seine Fläche soll um bis zu 40 Prozent vergrößert werden und in einen modernen Park mit Spielgeräten umgestaltet werden. Dies wird nicht nur neue Treffpunkte schaffen, sondern auch die Aufenthaltsqualität enorm verbessern. Die neue Promenade wird sich vom Jungfernstieg bis zum Magdeburger Hafen erstrecken, unterbrochen von zahlreichen Bäumen, die Schatten spenden und zur Erholung einladen.
Die Maßnahmen umfassen zudem den Umbau der Steinstraße, wo im September mit dem Bau einer Kommunaltrasse für Busse, Taxis und Moia-Fahrzeuge begonnen wird. Auch die engsten Stellen für Fußgänger, wie zum Beispiel an der Mönckebergstraße und der Kornhausbrücke, sollen entschärft werden, um den sicheren Durchgang zu garantieren.
Kritik und Herausforderungen
Obwohl die Pläne ambitioniert sind, gab es auch kritische Stimmen. Die CDU bemängelt eine unzureichende Planung in Richtung Speicherstadt und HafenCity, während sich Die Linke besorgt über die Versiegelung großer Flächen äußert. Die Stadt muss also ein gutes Händchen bei der Umsetzung dieser weitreichenden Vision beweisen, die nicht nur Verkehrskonzept, sondern auch die Verbesserung der Lebensqualität der Bürger im Blick hat.
Die Domachse bleibt von Nord nach Süd für den motorisierten Verkehr befahrbar, während gleichzeitig die Routen für den öffentlichen Nahverkehr gesichert sind. Auch die Parkmöglichkeiten in den umliegenden Parkhäusern werden berücksichtigt, sodass die Erreichbarkeit der Ladezonen deutlich verbessert wird.
Die Gesamtplanung stellt ein ehrgeiziges Ziel dar, die historische Stadtmitte Hamburgs zukunftssicher zu machen. An den verschiedenen Stationen des Projektes wird die Stadt in den kommenden Monaten weiterhin gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen erarbeiten, um das hamburger Stadtbild aktiv zu gestalten und den Bedürfnissen aller Nutzer gerecht zu werden.
Für mehr Informationen zu den Plänen, besuchen Sie die Berichterstattung auf Welt oder die offizielle Seite der Hamburger Behörden.
