Pepper: Auf der Suche nach Identität und Liebe in der HafenCity
Heute ist der 11.05.2026 und in der HafenCity hat sich einiges getan. Ein neuer Roman, der die Herzen der Leserinnen und Leser im Sturm erobert, ist „Pepper“ von Nils Mohl. Mit einer lebhaften Protagonistin, die genau 17 Jahre alt ist, und einem ganz besonderen Familiengeheimnis, führt uns die Geschichte durch die verworrenen Wege von Liebe und Identität. Pepper lebt mit ihrer Mutter Jasmin, einer leidenschaftlichen Politikerin der Grünen, in Hamburg-Hafencity. Und ja, es ist nicht nur ein weiteres Jugendbuch, sondern ein echtes Abenteuer, das die Leser in eine Welt eintauchen lässt, in der Generationen aufeinanderprallen und sich finden müssen.
Die Suche nach ihrem Vater, dessen Namen sie nicht einmal kennt, führt Pepper auf eine spannende Reise. Sie hat ein rotes Notizbuch von ihrer Mutter geschenkt bekommen, in das sie all ihre Fragen und Gedanken festhält – eine Art Begleiter auf ihrem Weg. Und was für eine Entdeckung sie macht! Ihr Vater, Uli Kimme, war früher der Sänger der Band Kimme & Popcorn und lebt nun mit seinen Bandkollegen in einer „Altherren-WG“ in Hamburg-Wilhelmsburg. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als Pepper beschließt, in die WG zu ziehen, ohne ihre Identität preiszugeben. So beginnt eine aufregende, wenn auch nicht immer einfache Beziehung zwischen Vater und Tochter.
Ein spannendes Zusammenspiel der Generationen
Der Roman behandelt nicht nur die typischen Themen wie Liebe und Freundschaft, sondern geht auch tief in existenzielle Fragen. Wie verstehen sich die Alten und die Jungen? Wo liegen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Mohl gelingt es, mit einer humorvollen und gleichzeitig tiefgründigen Erzählweise die Reibungen zwischen den Generationen darzustellen. Besonders schön ist, dass Pepper Unterstützung von den Bewohnern eines Seniorenstifts erhält, wo sie jobbt. Es sind diese kleinen, aber feinen Momente, die das Buch so lebendig machen.
Mit 272 Seiten und einer Altersempfehlung ab 14 Jahren bietet „Pepper“ genug Stoff für spannende Lesestunden und regt zum Nachdenken an. Das Buch ist im Verlag Rotfuchs erschienen und kostet 17,90 €. Es hat bereits den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis am 7. Mai 2026 für „Engel der letzten Nacht“ gewonnen, was für die Qualität der Erzählung spricht.
Ein Preis mit Bedeutung
Der Deutsche Jugendliteraturpreis, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, ist der einzige Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland. Seit seiner ersten Verleihung im Jahr 1956 steht er für Aufbruch, Innovation und Unabhängigkeit in der Literatur. In einer Zeit, in der sich die Mediengewohnheiten rasant ändern, bleibt das Lesen und Vorlesen von großer Bedeutung. Es fördert nicht nur die Sprachkompetenz, sondern auch die Fantasie und Empathie der jungen Leser. Der Preis bietet Orientierung im vielfältigen Buchangebot und gibt verlässliche Empfehlungen für die nächste Lektüre. Junge Menschen sind aktiv daran beteiligt, etwa durch die Nominierung der Jugendjury, die frischen Wind in die Auswahl bringt.
So wird deutlich, dass „Pepper“ nicht nur ein Buch ist, das unterhält, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über Generationen, Identität und das Aufeinandertreffen von Alt und Jung leistet. Ein echter Lesegenuss, der zum Nachdenken anregt!
