CDU warnt: Zukunft des HCU-Studiengangs Technische Gebäudeausrüstung in Gefahr!
In Hamburg brodelt es in der Bildungslandschaft. Insbesondere der Studiengang „Technische Gebäudeausrüstung mit digitaler Infrastruktur“ an der HafenCity Universität (HCU) steht im Kreuzfeuer der Kritik. Die CDU sieht die Zukunft dieses Studiengangs gefährdet, nachdem in diesem Jahr nur zwei Drittel der verfügbaren Plätze für die 60 Bachelor-Studierenden besetzt werden konnten. Diese Entwicklung wirft Fragen auf, ob Hamburgs Ingenieurausbildung auf dem richtigen Weg ist oder ob hier ein wichtiger Ausbildungszweig ins Wanken gerät. NDR berichtet von den Sorgen der CDU, die den Sparkurs des Senats als Hauptursache für diese Misere sieht.
Im aktuellen Jahrgang begannen 67 Studierende mit dem neuen Studiengang, doch die hohe Zahl unbesetzter Plätze könnte auf ernsthafte Probleme hinweisen. Aktuell ist nur eine von fünf Professuren am Studiengang dauerhaft besetzt, während drei Professuren vertreten werden und eine Stelle gänzlich unbesetzt bleibt. Dies weckt die Befürchtung, dass es bald möglicherweise keine Nachfolger für diesen Studiengang geben könnte. Mit den laufenden Haushaltsverhandlungen der Wissenschaftsbehörde könnte sich an der prekäre Situation wenig ändern.
Wachsende Anforderungen an Ingenieure
Die Anforderungen an Ingenieurinnen und Ingenieure im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung steigen stetig. Das Lernen und die Spezialisierung in mehreren Disziplinen sind heute unerlässlich, um den komplexen Aufgaben der modernen Bau- und Stadtentwicklung gerecht zu werden. Die HCU ist damit auf dem richtigen Weg, indem sie interdisziplinäre Ansätze in ihren Programmen fördert. Die Studierenden müssen sowohl in ihrem Hauptfach als auch über den Tellerrand hinausblicken, um die vielfältigen Herausforderungen zu meistern. Laut den Informationen von HCU Hamburg sind die Bachelorstudiengänge darauf ausgelegt, diese geforderten Kompetenzen zu vermitteln.
Die Ingenieurinnen und Ingenieure der „Technischen Gebäudeausrüstung“ sind nicht nur für triviale Aufgaben wie die Versorgung mit Wasser und Strom zuständig; sie sorgen auch für das Wohlbefinden in unseren Gebäuden, sei es über moderne Heizungs-, Klima- oder Lüftungsanlagen. Der hohe Lebensstandard in einer Industriegesellschaft hängt stark von den Leistungen dieser Fachkräfte ab. Neben der Versorgungsicherheit sind sie für die Planung und den Betrieb zahlreicher technischer Einrichtungen verantwortlich. Hochschule Trier beschreibt, wie wichtig Ingenieure für das Gelingen von Bauprojekten in verschiedenen Dimensionen sind, insbesondere in größeren Komplexen wie Krankenhäusern oder Bürogebäuden.
Die Wohnheimplatzproblematik
Zusätzlich zu den besorgniserregenden Entwicklungen im Bereich der Ingenieurausbildung macht sich die CDU auch Gedanken über die Wohnsituation der Studierenden. Der Senat hat angekündigt, bis 2030 insgesamt 3.000 zusätzliche Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende schaffen zu wollen. Doch die CDU fordert eine schnellere Planung und Umsetzung dieser Vorhaben, um den Bedürfnissen der Studierenden gerecht zu werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die Nachfrage an Studienplätzen und Wohnraum hoch ist, sind diese Maßnahmen mehr als nötig.
Die Zukunft der technischen Gebäudeausrüstung in Hamburg hängt an einem seidenen Faden – sei es durch unbesetzte Professuren, einen unzureichenden Zulauf an Studierenden oder die Wohnsituation. Die kommenden Monate in den Haushaltsverhandlungen werden zeigen, ob der Senat bereit ist, hier Veränderungen herbeizuführen, um eine erfolgreiche Ausbildung im ingenieurtechnischen Bereich zu gewährleisten.
