In der pulsierenden HafenCity Hamburg, wo das Wasser den Alltag umarmt und die Architektur die Zukunft umarmt, blickt Andreas Kleinau, seit 2021 Chef der HafenCity Hamburg GmbH, auf seine Stadt. Ein Ort, der inmitten von Wandel und Fortschritt steht. Wenn er im MOPO-Fragebogen erzählt, was ihn bewegt, merkt man schnell, dass er nicht nur ein leidenschaftlicher Stadtentwickler, sondern auch ein Mensch mit Herz und Humor ist.
Seine erste Amtshandlung als Bürgermeister war ein Dank an all die Menschen, die das Rathaus am Laufen halten – ein schöner, menschlicher Zug! Das zeigt, dass ihm die Gemeinschaft am Herzen liegt. Wenn er dann mit dem Fahrrad am frühen Morgen rund um die Außenalster fährt, kann man sich gut vorstellen, wie die frische Brise ihm den Kopf frei bläst und die Gedanken sprudeln lässt. „Moin, Moin“ – das Lieblingsklischee der Hamburger, das bei ihm immer dann fällt, wenn er mal so richtig sabbelig ist. Und wie könnte man die Stadt besser in Verbindung mit einer unverzichtbaren Hamburger Spezialität genießen als mit einem frisch gebackenen Franzbrötchen? Das gehört einfach dazu. Im Gegensatz dazu scheint Birnen-Bohnen-Speck für ihn eher ein Geheimnis zu sein, dessen Beliebtheit er nicht ganz nachvollziehen kann.
Die Vision der HafenCity
HafenCity ist nicht einfach nur ein Stadtteil; es ist ein großangelegtes Projekt auf 158 Hektar ehemaliger Hafenfläche. Die Idee? Eine Erweiterung der Innenstadt um 40 % und die Schaffung eines modernen, lebenswerten Raums für bis zu 15.000 Menschen. Das klingt nach einer aufregenden Herausforderung! Dabei wird der Magdeburger Hafen als Zentrum der HafenCity zum großstädtischen Wasserplatz entwickelt. Die Vision einer „europäischen Stadt“ mit urbanen Stadträumen und einer bunten Mischung aus verschiedenen Nutzungen ist hier am Werk. Das Überseequartier wird ein Einkaufszentrum beherbergen, das sicherlich zum neuen Treffpunkt für Einheimische und Touristen werden wird.
Kleinau sieht das Entwicklungspotenzial der Stadtteile mit Wasserbezug und spricht einen Geheimtipp aus: Grasbrook in den 40ern. Ein Ort, der im Kommen ist – und das ganz besonders. Die westliche Bebauung entlang des Lohseparks ist beinahe abgeschlossen, während der östliche Teil der HafenCity in den nächsten 3-4 Jahren Gestalt annehmen wird. Erste Projekte im Quartier Baakenhafen sind bereits in Nutzung. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die auf Defizite hinweisen – etwa den Mangel an natürlichen Grünflächen und die hohe Bodenversiegelung.
Herausforderungen und Chancen
Die HafenCity ist ein ambitioniertes Projekt, das seit über zwei Jahrzehnten entsteht und durchaus seine Herausforderungen hat. Die Kritik richtet sich häufig auf die Aspekte der Nachhaltigkeit und sozialen Durchmischung. Trotz der U-Bahn-Anbindung ist die Stadt stark auf motorisierten Individualverkehr ausgelegt, was die Frage aufwirft, ob die künftige Nutzung wirklich nachhaltig ist. Wie könnte es anders sein? Die Fahrzeugdichte liegt über dem Hamburger Durchschnitt, und das lässt einen schon ins Grübeln kommen. Das Thema der sozialen Struktur wird ebenfalls angesprochen: Trotz 25 % gefördertem Wohnraum gilt die HafenCity als teuer und exklusiv.
Es gibt also viel zu tun, und Kleinau ist sich der Herausforderungen bewusst. Umso schöner ist es zu sehen, dass er seine Momente des Glücks in der Familie, beim Reisen und in der Arbeit findet. Letztlich sind es auch solche Momente, die das Leben lebenswert machen, während er inmitten der Baukräne und Planungen für die Zukunft der HafenCity lacht. Vielleicht war es der Film „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, der ihn zuletzt zum Lachen gebracht hat – ein kleiner Moment der Entspannung in einer aufregenden Zeit.
So bleibt die HafenCity ein faszinierender Ort im Wandel, der immer wieder neue Geschichten erzählt. Und während Andreas Kleinau seine direkte Art nicht ganz ablegen kann (ja, manchmal kann das schon nerven), ist es gerade diese Unverblümtheit, die den Menschen hinter der Position zeigt. Ein Mensch, der mit Herzblut dabei ist, um die schönste Stadt Deutschlands weiter zu entwickeln – Moin, Moin!