Es gibt Neuigkeiten aus Hamburg, die viele Liebhaber der österreichischen Küche betroffen machen. Das beliebte Wirtshaus Watzmann in Sasel musste zum zweiten Mal Insolvenz anmelden. Nach einer ersten Pleite im Jahr 2023 und einer Übernahme durch die H+T Gastro GmbH, unter der Leitung von Stefan Tramp, stehen die Zeichen nun auf endgültigem Abschied. Diese Insolvenz ist nicht nur eine traurige Nachricht für die Gäste, sondern auch Teil eines besorgniserregenden Trends in der Gastronomie.

Am 1. Juli 2023 wurde das Insolvenzverfahren erneut eröffnet. Der frühere Inhaber Dirk Wiedenroth hatte zunächst als Koch im Wirtshaus gearbeitet, doch sein Arbeitsverhältnis endete im Mai 2025. Insolvenzberater Marc Heinrich berichtet, dass ein neuer Koch, der ins Team geholt wurde, nicht ausreichend kochen konnte, was die Qualität der Speisen weiter nach unten zog. Die Abnahme der Restaurantbewertungen im Internet und unzufriedene Gäste taten ihr Übriges. Trotz der Einstellung eines weiteren Kochs konnten die kulinarischen Probleme nicht ausreichend behoben werden.

Die Herausforderungen der Gastronomie

Das Wirtshaus Watzmann ist nicht allein mit seinen Schwierigkeiten. Die aktuelle Lage in der Gastronomie präsentiert sich ernst. Laut einer Untersuchung von Creditreform mussten zwischen 2020 und 2025 mehr als 11.000 Gastronomiebetriebe in Deutschland Insolvenz anmelden. Allein im Jahr 2025 stiegen die Insolvenzen um fast 30 Prozent, was weit über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt. Die Ursachen sind vielfach: Pandemie, Energiekrise und Inflation machen den Gastronomen zu schaffen.

Die Probleme scheinen kein Ende zu nehmen. Rund 24.500 Restaurants und Lokale haben im Verlauf der Jahre 2024 und 2025 aufgegeben. Besonders betroffen sind kleine, inhabergeführte Betriebe, die hohe Energie-, Miet- und Lebensmittelkosten nicht länger stemmen können. Im Jahr 2025 mussten rund 2.900 Betriebe Insolvenz anmelden, das ist mehr als doppelt so viel wie 2022. Auch die Prognose für 2026 zeigt keine Besserung in Sicht.

Der Ausblick: Neues Konzept am Standort

Für das Wirtshaus Watzmann gibt es jedoch einen Lichtblick in Form einer neuen Besitzerin: Phuong Nga Nguyen plant, das Konzept grundlegend zu ändern. Ihr Ziel ist es, ein modernes vietnamesisches Restaurant mit dem Namen “Cham” zu eröffnen. Das Motto „Asian Kitchen – Wine – Stories“ verspricht ein abwechslungsreiches Angebot, das vietnamesische, koreanische und japanische Küche umfasst. Ein frischer Wind, der vielleicht dazu dient, das angeknockte Restaurant wieder auf die Beine zu bringen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ob das neue Konzept erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Herausforderungen der Gastronomieszene sind gewaltig, und das Warten auf eine positive Wende könnte sich als langwierig erweisen. Doch eines ist klar: Die Hamburger Gastronomie wird weiterhin spannend bleiben, auch wenn der Abschied von geliebten Traditionslokalen wie dem Watzmann schmerzt. Bleiben Sie dran für weitere Informationen zur Entwicklung dieser Geschichte.

Mehr zu den Hintergründen und den aktuellen Zahlen finden Sie auf GenussGuide Hamburg und Creditreform.