Die angespannte Personalsituation in der Pflegebranche führt erneut zu einem besorgniserregenden Schritt: Die Malteser kündigen die Schließung ihrer Einrichtung am Dohrnweg in Hamburg an. Betroffene Bewohner müssen aufgrund dieser Entscheidung, die als langfristig überlegt beschrieben wird, auf unbestimmte Zeit ausziehen. Das hat nicht nur Einfluss auf die Pflegebedürftigen, sondern auch auf die Angehörigen, die nun vor der Herausforderung stehen, neue Plätze zu finden. Dies berichtet altenheim.net.

„Wir müssen uns auf die drei verbleibenden Standorte konzentrieren und die Kräfte bündeln“, erklärt die Hausleitung. Die Schließung des Pflegeheims am Dohrnweg ist bereits die zweite in kurzer Zeit; zuvor wurde im Juni 2025 das Malteserstift St. Elisabeth in Farmsen geschlossen, wo Angehörige erst sechs Wochen vor der Schließung informiert wurden. Auch dort spielten Personalmangel und bauliche Veränderungen eine Rolle, was die Situation für die Betroffenen erschwert hat. Focus hat die empörten Reaktionen der Angehörigen thematisiert.

Personalmangel als zentrales Problem

Der Fachkräftemangel in der Pflege wird immer kritischer. Dies wird deutlich, wenn man sich die Statistiken der Schließungen ansieht: Allein im Januar 2025 kamen deutschlandweit bereits acht Pflegeheime mit 560 vollstationären Pflegeplätzen durch Schließungen in Schwierigkeiten. Die Pflegebranche ist ernsthaft unter Druck. Laut pflegemarkt.com mussten auch im Jahr 2024 mindestens sechs Pflegeheime in Hamburg ihre Türen schließen, was die alarmierende Entwicklung widerspiegelt.

In Hamburg sind die Malteser nicht die einzigen, die sich gezwungen sehen, Einrichtungen zu schließen. Der Caritasverband hat sich von zwei seiner fünf Einrichtungen in kurzer Zeit getrennt, in einem Versuch, sich auf die verbleibenden Standorte zu konzentrieren. Dies zeigt, dass nicht nur in Hamburg, sondern in ganz Deutschland der Druck auf Pflegeeinrichtungen steigt.

Unterstützung für Betroffene

Die Malteser haben jedoch versichert, dass sie Unterstützung bei der Suche nach neuen Pflegeplätzen anbieten werden. „Kapazitäten in anderen Malteser-Einrichtungen sind vorhanden“, heißt es. Auch für die Beschäftigten wird Hilfe zugesichert, ob durch Angebote für freie Stellen in anderen Häusern oder Unterstützung bei der Jobsuche.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die aktuellen Entwicklungen werfen zahlreiche Fragen auf über die Zukunft der Pflege in Hamburg und die Möglichkeiten, die verfügbaren Ressourcen optimal zu nutzen. Die Sorgen von Angehörigen und Betroffenen sind spürbar, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird.