Am Donnerstag, dem 23. Mai 2026, haben Aktivisten der internationalen Klimabewegung Extinction Rebellion in mehreren deutschen Städten das Wasser in Brunnen grün gefärbt, um auf die katastrophale Klimapolitik der Bundesregierung aufmerksam zu machen. Betroffen waren unter anderem der berühmte Wittelsbacherbrunnen in München und der Mauerbrunnen im Invalidenpark vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin.

Die Aktion zielte besonders auf die umstrittene Gaspolitik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ab. Berichten zufolge wurden mit einem ungiftigen Farbstoff namens Uranin, der auch zur Leckortung in der Wasserwirtschaft используется wird, insgesamt Brunnen in 17 Städten verändert. Die leuchtende Farbe wird je nach Intensität in einigen Stunden bis Tagen wieder verschwinden.

Kritik an der Regierung

Die Aktivisten von Extinction Rebellion sind der Meinung, dass die Bundesregierung in der Verantwortung steht, die Klimakrise ernst zu nehmen. Sie fordern eine drastische Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2025 auf Null und befürworten die Einrichtung von Bürgerversammlungen, um über notwendige Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise zu beraten. Die bislang geplante Gesetzgebung zum Bau neuer Gaskraftwerke steht dabei in der Kritik, da sie als Rückschritt in der Energiewende angesehen wird.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass im ersten Quartal 2026 nur etwa 53 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen, während bis 2030 ein Ziel von 80 Prozent angestrebt wird. Klar ist: Da ist noch viel Luft nach oben! Die Maßnahmen der Bundesregierung werden von den Aktivisten als unzureichend kritisiert.

Aktionen und Protestformen

Extinction Rebellion, die 2018 in Großbritannien gegründet wurde, nutzt unterschiedliche Formen des zivilen Ungehorsams. Von Blockaden über kreativ gestaltete Protestaktionen bis hin zu den heute durchgeführten Färbungen der Brunnen – die Bewegung versucht, auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam zu machen. Die Woche der Rebellion, die weltweit ausgerufen wurde, ist ein weiterer Versuch, eine breite Öffentlichkeit für die Thematik zu sensibilisieren.

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Ein besonderes Augenmerk der Aktivisten liegt auf der Vermeidung von Schuldgefühlen bei Autofahrern, was in Deutschland aufgrund der hohen Pkw-Dichte besonders herausfordernd ist. Viele Menschen sehen sich mit der Verkehrswende konfrontiert und die Ängste vor wirtschaftlichen Einschnitten sind nachvollziehbar.

Während die kritischen Stimmen sowohl von der bürgerlich-konservativen als auch von der linken Seite kommen, bleibt die Bewegung aktiv und kommunikativ, in der Hoffnung, endlich strukturelle Veränderungen im Klimaschutz zu erreichen.

Die heutigen Aktionen in Städten wie Hamburg, Berlin, Köln und Dresden zeigen, dass die Debatten um die Klimapolitik in Deutschland keineswegs abflauen werden. Eine Veränderung ist dringend nötig – und die Aktivisten von Extinction Rebellion machen es deutlich: „Wir sind der Aufstand für das Leben!“