Wolf in Altona: Ist das Tier nach dem Angriff wohl tot?
In einer jüngsten Wendung im Fall des Wölfs, der Ende März in Altona eine Frau verletzte, halten Fachleute es für wahrscheinlich, dass das Tier mittlerweile tot ist. Die Hamburger Umweltbehörde geht davon aus, dass der Wolf, der nach dem Vorfall in eine Wildtierauffangstation in Niedersachsen gebracht wurde, erschossen und sein GPS-Sender zerstört wurde. „Die Behörde kann den Wolf nicht mehr lokalisieren, da der Kontakt abrupt abgebrochen ist“, so ein Insider. Bei der letzten Ortung befand sich der Wolf 160 Kilometer entfernt in Damme, und für einen technischen Defekt des Senders oder das Verschwinden des Halsbandes wird eine andere Erklärung als unwahrscheinlich erachtet“, berichtet NDR.
Der Vorfall, der am 30. März 2026 in einer Einkaufspassage stattfand, markiert den ersten bestätigten Angriff eines Wolves auf einen Menschen in Deutschland seit der Wiederansiedlung der Art im Jahr 1998. Die genauen Umstände des Vorfalls bleiben unklar, da unterschiedliche Berichte über den Kontakt zwischen dem Wolf und der verletzten, etwa 60 Jahre alten Frau verbreitet wurden. Nach dem Angriff durchquerte der Wolf die Innensstadt und sprang in die Binnenalster, wo er von der Polizei gefangen wurde. Die Entscheidung zur Auswilderung des Tieres erfolgte nach intensiven Beratungen der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Rückkehr in die Wildnis
Am Ostersonntag wurde der Wolf mit einem Peilsender ausgestattet und wieder in die Wildnis entlassen. Tierschützer hatten für die Freiheit des Tieres demonstriert, und Umweltsenatorin Katharina Fegebank bezeichnete die Auswilderung als „Auswilderung auf Bewährung“. Allerdings blieb der genaue Ort der Freilassung geheim, um das Tier zu schützen. Die Auswilderung folgte einem rechtlichen Prozess, der eine dauerhafte Unterbringung im Wildgehege oder eine Tötung ausschloss, informiert HNA.
Die kontinuierliche Überwachung des Wölfs war über das LIFE Wild Wolf-Projekt geplant, bei dem auch Jäger kurzfristig eingreifen können, falls das Tier eine Bedrohung darstellen sollte. Es gibt bereits Berichte über Sichtungen eines Wolfes in der Lüneburger Heide, allerdings betreffen diese einen anderen Wolf und nicht das Tier aus Altona, wie die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt.
Wildtiere in Hamburg
Angesichts der erhöhten Aufmerksamkeit für Wölfe in der Region ist es wichtig, sich der Gefahren bewusst zu sein, die Wildtiere mit sich bringen. Naturschützer empfehlen, bei einem möglicherweise gefährlichen Wildtier-Kontakt Abstand zu halten und umgehend die zuständigen Behörden zu informieren. Wenn wir mit diesen majestätischen Tieren zusammenleben wollen, müssen wir sicherstellen, dass sowohl Menschen als auch Tiere in Sicherheit sind.
Die Behörden in Hamburg und Niedersachsen werten die Situation rund um den Wolf weiter aus und stehen in Kontakt mit Tierschutzorganisationen, um die besten Maßnahmen für den Schutz der Tiere und der Bevölkerung zu finden.
