In Wilstorf, wo der Alltag ungestört und friedlich dahinfließt, hat sich die Lage auf den Straßen in den letzten Tagen allerdings gewaltig verändert. Nach mehreren Rohrbrüchen, die in den Stadtteilen Harburg und Wilstorf aufgetreten sind, wurde die Buxtehuder Straße (B73) teilweise zur Baustelle umfunktioniert. Die große Trinkwasserleitung, die dort gebrochen ist, sorgt für lange Staus und Unannehmlichkeiten. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf eine einspurige Verkehrsführung an der Schadensstelle einstellen, was die Nerven der Autofahrer ganz schön strapaziert. Und ganz ehrlich, wer hat schon Zeit für das alles?

Die gute Nachricht? Hamburg Wasser arbeitet mit Hochdruck an der Behebung der Schäden. Um die Verkehrsführung auf der Buxtehuder Straße zu optimieren, sollen die freigegebenen Fahrstreifen in der Nacht auf Freitag auf 4,50 Meter verbreitert werden. Das klingt doch nach einer kleinen Entlastung für die B73, die vor allem für Schwertransporte wichtig ist!

Verkehrschaos und Umleitungen

Doch das ist nicht alles. Am Marmstorfer Weg, der ebenfalls betroffen ist, bleibt es vorerst eng. Hier ist die Abwasser-Druckleitung gebrochen, und die Straße ist zwischen Hoher Straße und Dahlenkamp großräumig gesperrt. Das bedeutet nicht nur Umleitungen für Autofahrer, sondern auch Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr – einige Haltestellen sind nicht mehr erreichbar. Die Umleitungen führen zu erhöhtem Verkehr auf den umliegenden Straßen wie der Bremer Straße und dem Ernst-Bergeest-Weg. Ein wahrhaft chaotisches Bild, das sich da bietet!

Hamburg Wasser hat jedoch bereits Fortschritte bei der Reparatur der Trinkwasserleitung auf der Buxtehuder Straße und der Abwasser-Druckleitung im Marmstorfer Weg gemeldet. Für alle, die sich fragen, wie lange das Chaos noch anhält: Die Vollsperrung des Marmstorfer Wegs wird voraussichtlich bis zum 5. Juni bestehen bleiben. Bis Ende dieser Woche oder spätestens Mitte nächster Woche soll aber eine provisorische Lösung für den Verkehr erreicht werden. Das ist zumindest ein Lichtblick am Ende des Tunnels!

Die Technik hinter den Lecks

Die Problematik mit Rohrbrüchen ist nicht neu. Sichtbare Schäden auf den Straßen sind schnell zu erkennen und werden zügig behoben. Aber was ist mit den unterirdischen Lecks? Diese können über längere Zeit hohe Wasserverluste verursachen und sogar Schäden an Straßen und Gebäuden nach sich ziehen. Vor den 90er Jahren war das Rohrnetz kaum instand gehalten worden, was zu dramatischen Verlusten von über 50 % bei einer Netzlänge von 2400 km führte. Heute liegt der Wasserverlust bei circa 16 % bei fast 2650 km Netzlänge. Fortschritte sind also erkennbar.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Techniken zur Rohrbruchsuche wurden seitdem kontinuierlich verbessert, doch ein Großteil bleibt bei der Inspektion auf vielbefahrenen Straßen oft unentdeckt. Um dem entgegenzuwirken, setzt Hamburg Wasser auf Geräusch-Datenlogger der Firma Gutermann für eine permanente Netzüberwachung. Diese Geräte sind in der Lage, Ausströmgeräusche bei Leckagen zu erfassen und so die Position der Lecks zu bestimmen. Ein cleverer Ansatz, der hoffentlich dazu beiträgt, zukünftige Probleme frühzeitig zu erkennen.

Die Lage in Wilstorf zeigt, wie wichtig es ist, dass wir unser Versorgungsnetz im Blick behalten. Es bleibt zu hoffen, dass die Arbeiten schnell vorankommen und die Straßen bald wieder für alle befahrbar sind. Ein bisschen Geduld, das ist jetzt gefragt!