Heute ist der 6. Mai 2026 und in Hamburg wird es aufregend. Ein ganzes Wochenende voller Feierlichkeiten steht vor der Tür, denn der 837. Hafengeburtstag zieht mehr als eine Million Besucher in die Stadt. Und während die Vorfreude auf das Spektakel wächst, gibt es auch eine andere Seite der Medaille: die Verkehrsproblematik. Die Autobahn A7 in Richtung Süden wird ab Samstagmorgen um 6:00 Uhr bis Sonntagabend um 19:00 Uhr für ganze 37 Stunden gesperrt. Wo bleibt da der Spaß?
Der betroffene Abschnitt erstreckt sich zwischen Hamburg-Stellingen und Heimfeld. Die Richtungsfahrbahn nach Flensburg bleibt glücklicherweise befahrbar, aber das bringt den meisten Autofahrern wenig, wenn sie nach Hamburg wollen. Die Sperrung ist notwendig, um die erste Röhre des zukünftigen Lärmschutztunnels in Altona vorzubereiten und um Wartungsarbeiten im Elbtunnel durchzuführen. Mal ehrlich, der Straßenverkehr wird da ganz schön leiden!
Alternativen und Umleitungen
Die Verkehrslage wird durch die überregionalen Umleitungen noch komplizierter. Autofahrer sollten sich auf eine Umleitung über die B205 ab Neumünster-Süd zur A21 bei Bad Segeberg einstellen – und dann weiter über die Kreuzung Bargteheide zur A1 in Richtung Hamburg/Bremen. Klingt nach einem Umweg, aber was bleibt einem übrig? Die Straßen rund um die Norder- und Süderelbbrücken werden stark belastet, und innerstädtische Umleitungen führen über die Neuen Elbbrücken. Es ist wie ein großes Puzzle, bei dem die Teile nicht so recht zusammenpassen wollen.
Um die ganze Sache noch zu würzen, sind in der Innenstadt für Samstag und Sonntag Demonstrationen mit bis zu 7.000 Teilnehmern angemeldet. Und als ob das nicht genug wäre, versammeln sich am Sonntag auch mehr als 50.000 Fußballfans im Volksparkstadion für das Spiel HSV gegen SC Freiburg. Das ist ein wahres Verkehrschaos in der Mache!
Öffentliche Verkehrsmittel und Zugverbindungen
Der ADAC hat bereits vor erheblichen Verkehrsproblemen gewarnt, insbesondere am Freitagnachmittag. Die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug scheint also eher ein Abenteuer zu werden. Vielleicht ist es wirklich ratsam, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Aber auch dort gibt es Einschränkungen: Die Bahnverbindungen nach Hamburg aus dem Süden und Osten sind alles andere als einfach. Die direkte Strecke nach Berlin ist bis Mitte Juni gesperrt, und seit dem 1. Mai gibt es neue Bauarbeiten zwischen Hannover und Hamburg. Ein echter Nervenkitzel für Pendler!
Zur Krönung wird der S-Bahnverkehr zwischen Hamburg-Wilhelmsburg und -Neugraben ab Sonntagabend für zwei Wochen unterbrochen, weil der Harburger Tunnel saniert wird. Wer am Wochenende nach Hamburg möchte, sollte sich also besser frühzeitig informieren und seine Pläne anpassen. Fußgänger und Radfahrer können immerhin die zweite Röhre des Alten Elbtunnels zwischen St. Pauli und Steinwerder nutzen, die seit vergangenem Montag wieder frei ist. Ein kleiner Lichtblick inmitten des Verkehrschaos!
Verkehrserhebungen und Mobilitätsmonitor
Die Stadt Hamburg erhebt kontinuierlich Verkehrsstärken des Kfz-, Rad- und Fußverkehrs an verschiedenen Standorten. Das geschieht durch automatisierte Zählstellen und temporäre Verkehrszählungen an repräsentativen Stichtagen. Die Ergebnisse dieser Erhebungen sind in städtischen Portalen einsehbar und bieten einen Überblick über das aktuelle Verkehrsgeschehen. Der Mobilitätsmonitor zeigt zudem die Entwicklung der einzelnen Zählstandorte, was für die Planung der Verkehrsinfrastruktur wichtig ist. Vielleicht wird es in Zukunft ja etwas besser, wenn die Stadt aus den aktuellen Daten lernt. Aber bis dahin bleibt uns nur, die Zeit im Stau zu genießen – oder eben die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, während wir uns auf den Hafengeburtstag freuen!