Gefährliche Tiere in Hamburg: Wo die Giftschlangen wohnen!
Wussten Sie schon, dass in Hamburg rund 160 Giftschlangen leben? So steht es in einem aktuellen Bericht von NDR. Ein echtes Sammelsurium an exotischen und gefährlichen Tieren wuchert in den heimischen vier Wänden, und das nicht nur in den hervorgehobenen Stadtteilen. Ein genauer Blick auf die Halter und ihre besitzenden Reptilien zeigt die vielfältige Welt der Gefahrtierhaltung in der Hansestadt.
Die strengen Regeln für die Haltung gefährlicher Tiere sind kein Scherz: Nur etwa zwei Dutzend Halter besitzen die nötigen Genehmigungen, um mit solchen Geschöpfen umzugehen. Die Vorschriften sind klar: Ein Nachweis über Fachkenntnisse sowie eine artgerechte Unterbringung müssen vorliegen, andernfalls kann es ganz schön teuer werden – bis zu 50.000 Euro Bußgeld drohen und sogar mögliche Gefängnisstrafen, falls Menschen gefährdet werden. Seit dem Inkrafttreten des Hamburgischen Gefahrtiergesetzes im Jahr 2013 gab es allerdings keinen Fall, in dem ein gefährliches Tier entkam, was der Behörde ein gutes Zeugnis ausstellt.
Standorte der Giftschlangen
Besonders viele Giftschlangen sind in Stadtteilen wie Rahlstedt, Bramfeld und Hummelsbüttel anzutreffen. Allein in Rahlstedt sind über 100 Giftschlangen bei zwei Haltern gemeldet. In der ruhigen Umgebung von Bramfeld geht es sogar noch exotischer zu, denn dort beherbergte ein leidenschaftlicher Halter 24 Giftschlangen, während ein zweiter Besitzer eine weitere Giftschlange pflegt. Das macht die Gegend zu einem besonderen Hotspot für Serpentinen-Enthusiasten.
In Hummelsbüttel leben insgesamt 29 Giftschlangen, und selbst in Stellingen sind 5 Giftschlangen sowie 3 große Echsen verzeichnet. Auch in Heimfeld ist eine Spinne der Kategorie gefährlich zu finden. Wer denkt, dass gefährliche Tiere nur in lärmenden Vierteln vorkommen, wird hier eines Besseren belehrt, denn sie sind auch in den ruhigeren Stadtteilen Hamburgs zahlreich vertreten, wie Sandrokappe berichtet.
Sicherheitsvorgaben und Kontrollen
Die Sicherheitsvorgaben sind streng: Halter müssen sich regelmäßig Kontrollen unterziehen und sicherstellen, dass sie die Nachbarschaft über das Halten von Gefahrtieren informieren. Experten mahnen zur Vorsicht, denn Zwischenfälle mit Giftschlangen können im Ernstfall Lebensgefahr bedeuten. Auch in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Hessen, sind ähnliche Haltebestimmungen vorhanden. Hier sind gefährliche Tiere wie Raubtiere, Giftschlangen, giftige Spinnen und Skorpione nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt, und auch sie müssen artgerecht untergebracht werden, wie im verwaltungsportal.hessen.de nachzulesen ist.
Die Haltung von gefährlichen Tieren wird in Hamburg also weiterhin ein heißes Eisen bleiben, und die städtische Behörde wird ihre Aufsicht darüber aufrechterhalten. Wer sich in der Nähe von außergewöhnlichen Haustieren befindet, sollte stets Acht geben – und sollte es da mal zu einem Zwischenfall kommen, wird es nicht nur um ein paar Schlangen bei Nachbarn im Umfeld gehen.
