Am vergangenen Sonntagabend wurde in Eißendorf ein ganz besonderer Moment gefeiert – Marcel Dubbert wurde zum neuen König des Schützenvereins Eißendorf proklamiert. Die Zeremonie fand auf dem Vorplatz der Kita Alte Forst statt und lockte viele Schützen aus Eißendorf sowie befreundete Vereine und zahlreiche Zuschauer an. Die festliche Atmosphäre wurde von einem Spielmannszug begleitet, und erfolgreiche Schützen wurden in feierlichem Rahmen mit Auszeichnungen geehrt. Marcel Dubbert setzte sich um 16:51 Uhr im Schießstand am Strucksbarg mit dem 635. Schuss durch und ließ den Rumpf des hölzernen Vogels zu Boden fallen. Er folgt damit auf Sebastian Schröder und hat bereits eine längere Geschichte im Schützenwesen.Harburg Aktuell berichtet, dass Dubbert seit 2006 Mitglied im Verein ist und vor zehn Jahren bereits als Jungschützenkönig glänzte. Zehn Jahre voller Erfahrung haben ihm nun den Weg zur Königskrone geebnet.

Seine Adjutanten sind ein persönliches Dream-Team: Pascal Dubbert, Andreas Pape und die Königin Alina Böttcher stehen ihm zur Seite. Zudem haben die Jungschützen ebenfalls Grund zu feiern. So wurde Leonie Matzat, mit nur 15 Jahren und seit 2010 im Verein aktiv, zur neuen Jungschützenkönigin gewählt. Sie erhält Unterstützung von ihren Adjutantinnen Kira Wirth und Juliana Sielaff sowie ihrem Prinzgemahl Luka Herpich. Paul Mohr durfte sich als Jungschützenvizekönig erfreuen, während die Kinderkönigin Frida Mohr und der Kinderkönig Jonah Gläser das junge Schützenage signalisieren. Die Proklamation in Eißendorf erfreute sich einer guten Beteiligung und zeigte, wie lebendig das Schützenwesen hier ist.

Ein Stück Heimatgeschichte

Schützenvereine haben in Deutschland eine lange Tradition. Wie Wikipedia erklärt, haben sich diese Vereine über die Jahrhunderte von militärisch geprägten Gemeinschaften hin zu Sportvereinen entwickelt, die verschiedene Disziplinen anbieten. In der heutigen Zeit sind Schützenvereine meist als Sportschützen organisiert und spielen auch eine Rolle im kulturellen Leben ihrer Regionen. Der SV Eißendorf ist hier keine Ausnahme und blickt auf eine ebenso bewegte Geschichte zurück.

Der Verein wurde 1878 gegründet und war anfangs unter dem Namen „Club Freundschaft“ bekannt. Er erfreute sich rasch einer Vielzahl von Mitgliedern, wuchs und passte sich den Herausforderungen der Zeit an. Im Laufe der Jahre sind bedeutende Meilensteine gesetzt worden, von der Einführung des Vogelschießens im Jahr 1888 bis hin zum Bau moderner Schießstände in den letzten Jahrzehnten. Einmalige Traditionen, wie die grüne Tracht und die Organisation von Schützenfesten, prägen das Vereinsleben bis heute, wie auf der Webseite des Vereins esv1878.de nachzulesen ist.

Es zeigt sich also, dass das Schützenwesen nicht nur einen sportlichen Aspekt hat, sondern auch ein Tiefes Gefühl von Gemeinschaft und Tradition vermittelt. Der neue König Marcel Dubbert und die gesamte Schützenfamilie in Eißendorf stehen für diese lebendige Tradition. Bleibt zu hoffen, dass sie diese auch in den kommenden Jahren weitertragen.

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