In Hamburg steht ein wichtiges Ereignis vor der Tür: Am 31. Mai 2026 entscheiden die Bürger:innen in einem Referendum über die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Der Erste Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher, geht dabei aktiv auf die Bürger:innen zu und hat einen Brief an etwa 500.000 Haushalte verschickt. In diesem Brief ruft er zur Teilnahme am Referendum auf und hebt hervor, dass die Spiele als Zukunftsprojekt für die Stadt angesehen werden sollten. Diese Initiative wurde von NDR berichtend.

Tschentscher betont, dass die Finanzierung der Durchführungskosten durch Ticket- und Lizenzverkäufe gedeckt werde, und verweist dabei auf ähnliche Modelle, die bereits in Paris erfolgreich umgesetzt wurden. Ein zentrales Anliegen des Bürgermeisters ist es, dass Hamburg als modern und zukunftsfähig wahrgenommen wird. Er spricht von Investitionen in Sportstätten, die nicht nur für Wettkämpfe, sondern auch für die Barrierefreiheit einen wichtigen Teil darstellen.

Bürgerbeteiligung und Transparenz

Das Referendum findet vor dem Hintergrund einer intensiven Bürgerbeteiligung statt. Bereits jetzt sind die Briefwahlunterlagen versendet worden. Die persönliche Abstimmung kann am Wahlsonntag zwischen 8 und 18 Uhr in den Wahllokalen stattfinden. Bürgermeister Tschentscher hebt die Eignung Hamburgs für die Olympischen Spiele im 21. Jahrhundert heraus. So wird angestrebt, dass 0% der Wettkampfstätten neu gebaut werden – 76% sind schon vorhanden und 24% werden temporär errichtet. Die umfangreiche Modernisierung von rund 100 Sportstätten ist Teil des Plans, was sowohl Wettkampf- als auch Trainingsanlagen betrifft. Zudem sollen 85% der Sportstätten in einer Distanz von 7 km zueinander liegen, um die Zugänglichkeit zu erhöhen. Hamburg.de berichtet auch von geplanten Wettkämpfen an prominenten Orten, wie 3×3-Basketball und Bogenschießen an der Binnenalster.

Die Initiative NOlympia äußert jedoch Kritik an der Briefaktion und bezeichnet diese als unlauter. Co-Fraktionsvorsitzende Heike Sudmann von der Linken warnt davor, dass Tschentscher im Wahlkampf Stimmung für ein „Ja“ macht. Zusätzlich bemängelt die Initiative, dass der Brief auch an nicht stimmberechtigte Bürger:innen geschickt wurde. Sie fordert stattdessen, die Kosten für den Versand besser in barrierefreie Bushaltestellen zu investieren.

Der große Rahmen

Das Konzept für die Olympiabewerbung soll nicht nur die Sportler:innen, sondern auch die gesamte Stadtgesellschaft einbeziehen. Ein olympisches Band soll Investitionen in Grünflächen und das Stadtbild fördern. Zudem sind vergünstigte Tickets für Hamburger Bürger:innen geplant, und es wird an ein Stadt-Festival gedacht, das Fan-Zonen, Kultur und Musik umfasst.

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Die Spiele könnten auch ein Beschleuniger für die ohnehin geplanten Investitionen in moderne Sportstätten und neue Wohnungen sein. Zudem sind Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr vorgesehen, um die Anbindung zu optimieren. Tschentscher hofft, die Bürger:innen mit diesen Vorteilen überzeugen zu können und sieht die Olympischen und Paralympischen Spiele als gleichwertig an.

Am Ende der Veranstaltung können die Hamburger:innen, je nach Abstimmungsergebnis, möglicherweise im September 2026 in das nationale Bewerbungsverfahren des DOSB eintreten. Die Informationen zur Abstimmung sind transparent aufbereitet und stehen für alle Bürger:innen zur Verfügung.