In Hamburg hat das Jahr 2025 seine Spuren hinterlassen – und zwar nicht nur in Form von Erinnerungen an schöne Sommertage. Die Naturgefahren, die über die Stadt hinwegfegten, haben Schäden in Höhe von über 12 Millionen Euro verursacht. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden allein 1.000 Schäden durch Überschwemmungen, Starkregen und andere Elementargefahren verzeichnet, die fast 4 Millionen Euro kosteten. Sturm und Hagel fügten dem Ganzen mit etwa 3.000 Schäden und Kosten von knapp 9 Millionen Euro noch das i-Tüpfelchen hinzu.
Doch nicht nur die absoluten Zahlen beeindrucken – auch die durchschnittlichen Kosten sprechen Bände: Für jeden Elementarschaden mussten im Schnitt 6.500 Euro aufgebracht werden, während ein Sturm- oder Hagelschaden „nur“ 2.600 Euro kostete. Und während in Hamburg lediglich 44% der Wohngebäude über einen Elementarschutz verfügen, sind es bundesweit immerhin 59%. Diese Diskrepanz wirft Fragen auf und zeigt, dass viele Haushalte unzureichend auf die Kapriolen der Natur vorbereitet sind.
Bundesweite Trends und Entwicklungen
<pInsgesamt beläuft sich die bundesweite Schadenssumme für 2025 auf 1,4 Milliarden Euro – ein erheblicher Rückgang im Vergleich zu den 4,4 Milliarden Euro des Vorjahres. 2025 wurde vor allem von Sturm und Hagel geprägt, während große Überschwemmungen ausblieben. Diese Naturereignisse verursachten Schäden von rund 1 Milliarde Euro und führten zu etwa 479.000 Schadensfällen, mit einem durchschnittlichen Schaden von rund 2.100 Euro.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Versicherungslage: Während Schäden durch Sturm und Hagel in der Regel automatisch in der Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind, bedarf es für die Absicherung gegen Überschwemmungen, Starkregen und andere Elementargefahren eines zusätzlichen Bausteins. Dies ist besonders alarmierend, wenn man bedenkt, dass versicherte Elementarschäden im Jahr 2025 rund 400 Millionen Euro betrugen, verteilt auf etwa 88.000 Schäden. Die durchschnittlichen Kosten pro Elementarschaden lagen bei rund 4.700 Euro – und damit höher als bei Sturm und Hagel.
Datenservice und Auswertungen
Für alle, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, bietet der Datenservice des GDV umfassende Informationen. Dieser ergänzt den Naturgefahrenreport 2025 mit detaillierten Zahlen und Fakten, die sich auf Schäden an Gebäuden, Hausrat, Kraftfahrzeugen, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft beziehen. Die Daten sind nicht nur in langen Zeitreihen verfügbar, sondern geben auch einen Einblick in die Schadenentwicklung der Sach- und Kfz-Versicherer.
Deutschlandkarten zeigen die Schadenhäufigkeiten und -verteilungen von Großereignissen in der Sach- und Kfz-Versicherung. Auch auf Bundesländerebene sind die Schäden nach Sturm/Hagel und Elementargefahren ausgewertet. Ein detailliertes Glossar rundet die Datensammlung ab und lässt keine Fragen offen.
Die Natur hat ein Eigenleben, und es ist klar, dass jede Region in Deutschland gefährdet ist. Daher ist es umso wichtiger, sich gut zu informieren und entsprechend abzusichern. Denn im Angesicht der Naturgewalten sollte niemand auf den nötigen Schutz verzichten.