Heute ist der 1.06.2026, und während die Sonne langsam über die Dächer von Bergedorf aufgeht, gibt es Neuigkeiten, die vielen Technikliebhabern in Deutschland den Atem stocken lassen. Saturn, der einst als fester Bestandteil des Einzelhandels galt, hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Die Anzahl der Filialen ist auf ein historisches Tief gefallen. Zu Jahresbeginn 2026 gab es noch 55 Saturn-Filialen, doch bis zum 1. Juni sind es nur noch 29! Das klingt fast schon nach einem Film über den langsamen Abschied eines Giganten.
Besonders markant ist der bevorstehende Umbau des Saturn in der Hohe Straße in Köln, wo ein neues MediaMarkt Tech Village entstehen soll. Die Eröffnung ist für 2026 geplant, und es wird spannend sein zu sehen, wie dieser Standort sich entwickeln wird. Aber nicht nur in Köln wird umgebaut; auch in anderen deutschen Städten stehen Schließungen und Neugestaltungen bevor. Die Filiale in Wiesbaden schließt am 29. August, und die in Witten ist bereits seit dem 30. Mai dauerhaft geschlossen. Das ist ein harter Schlag für die treuen Kunden, die oft auf die persönliche Beratung und die große Auswahl vor Ort zählen.
Die Zahlen sprechen für sich
Wenn wir einen Blick auf die Zahlen werfen, wird deutlich, wie dramatisch die Situation ist. Bis Ende 2026 sind bereits sieben Schließungen oder Umbauten bestätigt. Halle, Köln, Krefeld, Dresden – überall wird umgebaut oder geschlossen. Die Zahl der Saturn-Märkte wird erstmals unter die 30-Marke fallen. Das ist schon ein bisschen wie ein Abschied von einer Ära. Es gibt Bundesländer, in denen Saturn mittlerweile gar nicht mehr vertreten ist. Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein, um nur einige zu nennen, haben keine einzige Filiale mehr.
Die Bilanz von 2025 ist ebenfalls nicht gerade ermutigend: Weitere 30 Märkte wurden geschlossen oder in MediaMarkt-Filialen umgewandelt. Man fragt sich, was die Gründe für diesen Rückgang sind. Ist es der Online-Handel, der den stationären Einzelhandel überrollt? Oder ist es die Unfähigkeit von Saturn, sich an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen? Diese Fragen bleiben im Raum stehen und laden zu intensiven Diskussionen ein.
Was bleibt von Saturn?
Was bleibt also von Saturn, wenn die Filialen schließen und die Markenidentität schwächer wird? In einer Zeit, in der Technik und Innovation ständig voranschreiten, wird es immer wichtiger, dass Einzelhändler nicht nur Produkte verkaufen, sondern auch Erlebnisse schaffen. Die Hoffnung, dass das neue Tech Village in Köln eine Art Wiedergeburt für die Marke darstellen könnte, gibt Anlass zur Hoffnung. Vielleicht wird es einen neuen Ansatz geben, um Technik erlebbar zu machen.
Die Schließungen sind in vielerlei Hinsicht nicht nur Zahlen, sondern auch Geschichten von Mitarbeitern, die ihre Jobs verlieren, und Kunden, die sich von vertrauten Orten verabschieden müssen. Es ist ein Wandel, der nicht nur die Einzelhandelslandschaft, sondern auch die Menschen trifft, die mit diesen Geschäften verbunden sind. Auch wenn der Blick in die Zukunft unsicher bleibt, bleibt die Frage: Was kommt nach Saturn?