In Hamburg-Billbrook beginnt ein neues Kapitel in der Energieversorgung: Die Hamburger Energiewerke haben den Baubeginn eines innovativen Wärmespeichers auf dem Gelände des Kohlekraftwerks Tiefstack gefeiert. Umweltsenatorin Katharina Fegebank und der Geschäftsführer der Energiewerke, Michael Prinz, legten symbolisch das Fundament für dieses zukunftsweisende Projekt. Der neue Wärmespeicher wird heißes Wasser aus Industrieabwärme ins Fernwärmenetz einspeisen und soll eine wichtige Rolle in der Transformation der Hamburger Energieversorgung spielen.

Der Wärmespeicher wird mit einer Höhe von 51 Metern und einem Außendurchmesser von 35 Metern nicht nur ein beeindruckendes Bauwerk, sondern auch ein technisches Meisterwerk. Mit einem Fassungsvermögen von 43 Millionen Litern Wasser – das sind siebenmal so viel wie in der Alsterschwimmhalle – wird er in der Lage sein, über 27.000 Wohneinheiten an kalten Wintertagen mit Wärme zu versorgen. Das Wasser im Speicher wird auf 98 Grad Celsius erhitzt, wobei die Wärme aus der Abwärme von Industrieprozessen und der Müllverbrennung gewonnen wird. Die Fertigstellung des Wärmespeichers ist für Ende 2027 geplant, die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2029. Dieses Projekt ist Teil des größeren Energieparks Tiefstack, der auch eine Flusswasser-Wärmepumpe und die Umrüstung des Heizkraftwerks von Steinkohle auf Gas umfasst, beides ebenfalls in der Planungsphase. Die Details zu diesen Entwicklungen sind in einem Artikel von NDR nachzulesen hier.

Ein Schritt in Richtung Klimaneutralität

Der Wärmespeicher ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung Klimaneutralität für Hamburg. Der Energiepark Tiefstack zielt darauf ab, die Steinkohleverfeuerung im Heizkraftwerk Tiefstack bis spätestens 2030 abzulösen und setzt dabei auf klimaneutrale Wärmequellen. Die Transformation erfolgt im laufenden Betrieb des Heizkraftwerks, sodass die Energieversorgung der Stadt nicht unterbrochen wird.

Die Hamburger Energiewerke haben bereits jetzt erste klimaneutrale Wärmequellen in Betrieb genommen, darunter Abwärme aus der Müllverwertung und Industrieabwärme. Der neue Wärmespeicher wird überschüssige Wärme speichern und bei Bedarf wieder abgeben, wodurch die Effizienz des gesamten Systems erhöht wird. Auch die hydraulischen Anlagen am Standort werden angepasst, um die Einspeiseleistung auszubauen und die Wärme im Stadtnetz nutzbar zu machen. Diese Informationen stammen aus einer Pressemitteilung der Hamburger Energiewerke, die Sie hier nachlesen können.

Eine nachhaltige Zukunft für Hamburg

Die Pläne für den Energiepark Tiefstack beinhalten auch weitere wichtige Projekte, die die CO2-Emissionen der zentralen Hamburger Stadtwärmeversorgung um 70 bis 80 Prozent senken sollen. Zusätzlich wird eine neue Wind-zu-Wärme-Anlage installiert, die zusammen mit dem großen Wärmespeicher und einem saisonalen Aquiferspeicher die Flexibilität des Systems erhöht. Abwärme aus der Kupferhütte Aurubis und der Müllverwertung Borsigstraße wird ab 2025 verfügbar sein und ebenfalls in die neue Infrastruktur integriert.

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Das gesamte Konzept für den Energiepark ist das Ergebnis eines einjährigen Beteiligungsprozesses mit zahlreichen Workshops und Diskussionen, in denen Bürger, Wissenschaftler, Gewerkschaften und Unternehmensverbände einbezogen wurden. Es zeigt auf, wie der Kohleausstieg in Hamburg gelingen kann und wie die Stadt mit klimaneutraler Wärme versorgt werden kann. Weitere Informationen dazu finden Sie in einer Pressemitteilung der Stadt Hamburg hier.