In Bergedorf tut sich was! Die Stadt plant eine umfassende Umgestaltung der Innenstadt, um den Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen. Das bestehende Parkhaus in der Schloßstraße und das Hotel haben zwar eine geringe Auslastung, aber das soll sich bald ändern. Ziel ist es, den Leerständen entgegenzuwirken und die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt zu sichern. Es wird spannend!

Die Bezirksversammlung hat bereits am 26. November 2020 ein mehrstufiges Vorgehen beschlossen. Im Februar 2022 wurde dann ein Verfahrensvorschlag für ein städtebaulich-freiraumplanerisches Werkstattverfahren genehmigt. Zwischen Juni und November 2022 fand dieses Verfahren statt, und am 16. November 2022 wurde der Siegerentwurf von B99 Architekten BDA und Bruun & Möllers gekürt. Es handelt sich dabei um einen Entwurf, der drei fünfgeschossige Gebäude mit einem gemeinschaftlichen Hof umfasst. An dieser Stelle wird es also lebendig und grün!

Neue Impulse für die Innenstadt

Die Funktionsplanung hat wesentliche Fragestellungen zur Erschließung und Nutzung erarbeitet. Geplant sind 75 bis 80 Wohneinheiten in den Obergeschossen sowie Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss. Das klingt nach einem Ort, an dem man gerne verweilt! Außerdem wird eine Quartiersgarage mit etwa 150 PKW-Stellplätzen und bis zu 300 Fahrrad- und Lastenradstellplätzen realisiert – das ist wichtig in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit großgeschrieben wird.

Die Höhenentwicklung der neuen Gebäude wird sorgfältig an die Nachbarbebauung angepasst. In einem separaten Projekt wird die Freiraumgestaltung ausgearbeitet, um die Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit zu erhöhen. Am 10. Januar 2024 wird die Funktionsplanung im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Hier wird die Grundlage für die weitere hochbauliche Planung gelegt. Ein Beschluss, auf ein separates hochbauliches Wettbewerbsverfahren zu verzichten, wurde bereits am 4. September 2024 gefasst. Das soll alles etwas schneller vorangehen!

Das integrative Innenstadtkonzept

Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen gibt es das „Integrative Innenstadtkonzept Bergedorfer Zentrum“, das am 27. August 2020 beschlossen wurde. Die Verwaltung hat den Auftrag erhalten, Vorschläge für ein integriertes Konzept vorzulegen, das Themen wie Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, Kultur und den Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz umfasst. Ein echter Rundumschlag also, um Bergedorfs Innenstadt wieder zum Leben zu erwecken. Ein aktives Bürgerengagement und Workshops haben dazu beigetragen, dass die Meinungen der Bürger in die Planung einfließen.

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Die Herausforderungen durch die Schließung von Warenhäusern und die Leerstandsproblematik werden hierbei besonders thematisiert. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der Menschen verändert haben. Die Ergebnisse der Problem- und Potenzialanalyse, die im September 2022 abgeschlossen wurde, werden nun in die Planungen einfließen. Das Ziel ist klar: die Belebung der Innenstadt, die Stärkung der Wohnfunktion und die Verbesserung der verkehrlichen Entwicklung.

Ein Blick in die Zukunft

In Zeiten von Unsicherheiten wie der Corona-Pandemie ist es umso wichtiger, anpassungsfähige Konzepte zu entwickeln. Eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zeigt, dass integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte in Krisenzeiten an Bedeutung gewinnen. Sie bieten nicht nur einen Handlungsrahmen, sondern auch praxisorientierte Empfehlungen. Die Stadt Bergedorf könnte von diesen Erkenntnissen profitieren.

Mit den geplanten Maßnahmen wird ein Fundament gelegt, das nicht nur Bergedorf, sondern auch die Menschen, die dort leben und arbeiten, nachhaltig stärken soll. Und ehrlich gesagt, wir sind gespannt, wie sich die Innenstadt entwickeln wird. Die kommenden Monate und Jahre könnten Bergedorf in ein neues Licht rücken. Die Vorfreude auf ein lebendiges, einladendes Zentrum ist auf jeden Fall spürbar!