Florabunker in Hamburg: Der Ausbau für Kultur startet bald!
Der Hochbunker im Florapark in Hamburg steht vor einem spannenden Neubeginn. Geplant ist der Ausbau der vier bislang ungenutzten Oberetagen, um den Raum für Kultur, Musik und nachbarschaftliches Miteinander zu transformieren. Damit wird ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Bunkers vollzogen, der vor vier Jahren von einem Drogen-Hotspot in einen Begegnungsort umgewandelt wurde. Wie Mopo berichtet, sollen insgesamt knapp 760 Quadratmeter Fläche genutzt werden, um kostengünstige Proberäume für Musiker und Bands zu schaffen.
Mit dem geplanten Ausbau wird auch die Infrastruktur modernisiert. Das umfasst notwendige Anpassungen an Lüftung, Sanitäranlagen und Brandschutz. Um das Sicherheitsgefühl rund um den Bunker zu erhöhen, wird moderne LED-Beleuchtung installiert. Darüber hinaus wird die Photovoltaikanlage auf dem Dach erneuert und erweitert, und es wird geprüft, ob Wärmepumpen für eine umweltfreundliche Beheizung eingesetzt werden können.
Finanzierung und Fördermittel
Für die anstehenden Modernisierungsarbeiten wird ein Budget von rund 550.000 Euro benötigt. Hierbei fließen 150.000 Euro aus dem „Investiven Quartiersfonds“ und weitere 400.000 Euro aus dem „Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere“. Diese Fördermittel sind Teil einer umfassenden Städtebauförderung, die auf nachhaltige Stadtentwicklung abzielt. Insgesamt stehen im Bundeshaushalt 2024 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung zur Verfügung, wie bmwsb detailliert darlegt.
Die Ziele dieser Förderung sind vielfältig: Sie reicht von der Stärkung von Innenstädten und Ortszentren über die Stabilisierung sozial benachteiligter Quartiere bis hin zur Unterstützung städtebaulicher Transformationsprozesse, insbesondere im Kontext des Klimawandels. Ab 2020 mussten Klimaschutzmaßnahmen in allen Programmen zur Fördervoraussetzung werden.
Wichtige Meilensteine
Der Ausbau des Florabunkers wird im späten Herbst 2023 beginnen und voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein. Dieser Zeitrahmen passt in die umfangreichen Bemühungen des Bezirks Altona, der den Bunker bereits 2013 erworben hat, um der Drogenszene im Florapark entgegenzutreten. Der erste Innenausbau begann bereits im Jahr 2019 und die weitere Entwicklung wird durch engagierte Initiativen wie den Verein Kilimanschanzo unterstützt, der eine Kletterhalle im Bunker betreibt, sowie durch Mieter wie den Verein RaumTeiler und das JesusCenter.
Der Florabunker ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie durchdachte Stadtentwicklung und gezielte Fördermittel zur Stabilisierung und Belebung urbaner Räume beitragen können. Vor allem, wenn dabei die Gemeinschaft und nachhaltige Nutzung im Mittelpunkt stehen. Da liegt wirklich was an für die Stadt und ihre Bürger!
