In Hamburg-Ottensen wird ein ehemaliges Einkaufszentrum, das unter dem Namen „VIVO“ bekannt war, in eine moderne Stadtteilschule umgewandelt. Der Umbau, der im Frühjahr 2025 begonnen hat, verläuft planmäßig und soll bis zum Schuljahr 2027/2028 abgeschlossen sein. Mit einer Gesamtnutzfläche von rund 20.000 Quadratmetern wird die neue Stadtteilschule Platz für über 1.000 Schülerinnen und Schüler bieten, konkret maximal 1.060. Das Konzept der fünfzügigen Schule fokussiert sich auf offene Lernformen und flexible Lernstrukturen, was den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, projektorientiert und fächerübergreifend zu arbeiten. Besonders hervorzuheben sind die offenen Lernbereiche, die sowohl im Erdgeschoss als auch auf den oberen Etagen angelegt sind.

Das ehemalige Einkaufszentrum, das zwischen 1998 und 2003 als ökologisches Einkaufs- und Dienstleistungszentrum erbaut wurde, wurde später als „VIVO! – Die Welt der Lebensqualität“ betrieben, konnte jedoch wirtschaftlich nicht überzeugen. 2019 fiel die Entscheidung, das Gebäude für schulische Zwecke zu nutzen. Das Hamburger Architekturbüro agn erhielt 2022 den Generalplanungsauftrag für den Umbau, dessen Ziel es ist, die vorhandene Struktur zu erhalten und gleichzeitig einen zeitgemäßen Bildungsort zu schaffen.

Ein modernes Lernumfeld

Ein zentrales Element des neuen Schulkonzepts ist die große Halle mit einem markanten Treppenturm, die als Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler dienen wird. Die Fassade der neuen Schule wird mit schwebend angebrachten Pflanztrögen gestaltet, die für einen „grünen Gang“ sorgen. Darüber hinaus wird die Schule über eine begrünte Dachlandschaft verfügen, die als zusätzlicher Pausen- und Bewegungsbereich genutzt werden kann. Sportangebote sind sowohl im Erdgeschoss als auch in anderen Geschossen geplant, und die Schule wird von den Sportflächen benachbarter Schulen profitieren.

Die Umnutzung des ehemaligen Einkaufszentrums reagiert auf die steigenden Schülerzahlen in Hamburg. Laut dem Schulentwicklungsplan des Bezirks Eimsbüttel stieg die Zahl der Erstklässler von 1.864 im Jahr 2016 auf 2.179 im Jahr 2022, was einem beachtlichen Wachstum von 17% entspricht. Prognosen zeigen, dass die Zahl der 6- bis 18-Jährigen bis 2035 um bis zu 26% ansteigen soll. Angesichts dieser Entwicklungen ist die Schaffung neuer Schulplätze von entscheidender Bedeutung. Der Bezirk plant umfassende Bauvorhaben, darunter die Gründung von zwei neuen Grundschulen, zwei Stadtteilschulen und einem Gymnasium.

Investitionen in die Bildung

Für die Neugründungen sind Investitionen von insgesamt 175,8 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren vorgesehen, während die gesamten Investitionen im Bezirk Eimsbüttel über 530 Millionen Euro betragen werden. Schulsenator Ties Rabe betont die Notwendigkeit dieser Erweiterungen und Neugründungen, um den Herausforderungen des Platzmangels in dicht besiedelten Stadtteilen und den Anforderungen durch Denkmalschutz gerecht zu werden. Neben dem Umbau des VIVO zu einer Stadtteilschule werden auch zahlreiche bestehende Schulgebäude saniert und erweitert, um moderne Lernorte zu schaffen.

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Für weitere Informationen zur Stadtteilschule VIVO in Ottensen besuchen Sie bitte die Webseite Bildungsbau Hamburg. Die Umwandlung des VIVO in eine Schule ist ein spannendes Projekt, das nicht nur den Bildungsbedarf in Hamburg deckt, sondern auch zeigt, wie durch kreative Umnutzung bestehender Gebäude neue, innovative Lernräume geschaffen werden können. Dies ist ein Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Bildungslandschaft.

Quellen: Entwicklungsstadt und Hamburg.de.