Der Duft von frischem Popcorn, der Klang von lachenden Kindern und die Aufregung der Comic-Fans durchziehen den Erlanger Schlossgarten, denn der 22. Internationale Comic-Salon hat am 4. Juni 2026 seine Pforten geöffnet. Diese Veranstaltung ist das größte Festival für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum. Besucher*innen aus nah und fern strömen herbei, um an den über 200 Einzelveranstaltungen teilzunehmen und die neuesten Werke der Branche zu entdecken. Das Spektakel läuft bis zum 7. Juni und verspricht ein buntes Programm voller Messezelte, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Workshops. Viele bekannte Verlage und Künstler*innen sind dabei, und die Vorfreude auf die Auszeichnung des Max-und-Moritz-Preises am Freitag, den 7. Juni, ist spürbar.
Besonders erwähnenswert ist die Hamburgerin Catherine Bazabas, die als erste Vertreterin aus der Hansestadt in die Jury des Max-und-Moritz-Preises berufen wurde. In ihrem Comicladen „Petit Kami“ in Hamburg-Ottensen hat sie immer ein gutes Händchen für die faszinierende Welt der Comics. Bazabas, die gebürtig aus Cherbourg in der Normandie stammt und deren Wurzeln in Martinique liegen, bringt frischen Wind in die Jury und setzt sich dafür ein, die Qualität der aktuellen Graphic Novels und Comics zu fördern. Ihr Lebenslauf ist ebenso schillernd wie die Werke, die sie bewertet – sie studierte Biologie und fand ihren Weg in die Comic-Welt über ein Praktikum beim Carlsen Verlag.
Von visionären Künstler*innen und spannenden Trends
Mit mehr als 25.000 erwarteten Besucher*innen und über 300 Ausstellern ist das Festival ein wahres Paradies für Comicliebhaber. Mathias Heller, ein ausgewiesener Experte der Branche, berichtet über aktuelle Trends und Entwicklungen im Comic-Markt. Die Vielfalt der Aussteller reicht von großen Verlagen über kleine Selbstverlage bis hin zu Einzelkünstler*innen, die ihre Werke signieren. In diesem Jahr sind 25 Titel für den Max-und-Moritz-Preis nominiert, und die renommierte Zeichnerin Posy Simmonds wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Ein weiterer Höhepunkt des Festivals sind die zahlreichen thematischen Schwerpunkte, die in den Ausstellungen behandelt werden. Von Silent Comics über die berühmten Simpsons bis zu politischen Themen wie „Schattenleben“ und Quantenästhetik wird hier für jede*n etwas geboten. Für die jüngeren Besucher*innen gibt es ein eigenes Festival unter dem Motto „Kinder lieben Comics“, das ihnen die bunte Welt der Comics näherbringt.
Veranstaltungsort und Eintritt
Die Hauptveranstaltungsorte sind das Erlanger Schlossgelände, die Messehallen und der neue Kultur- und Bildungscampus (kubic), der mit seinen 9.000 Quadratmetern Nutzfläche einen idealen Rahmen für die vielfältigen Aktivitäten bietet. Die Eintrittspreise sind fair gestaltet: Eine Tageskarte kostet 15 Euro (ermäßigt 7,50 Euro), während die Dauerkarte für das gesamte Festival 40 Euro (20 Euro ermäßigt) beträgt. Kinder unter 6 Jahren haben sogar freien Eintritt, und Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen dürfen ebenfalls gratis hinein.
Das Festival hat an den ersten Tagen bereits zahlreiche Besucher begeistert und zeigt mit internationalen Ausstellungen wie „Christoph Niemann. Auf den Punkt“ und „Was gibt’s denn da zu lachen? Die komische Kunst des Walter Moers“, wie lebendig und kreativ die Comic-Welt ist. Die offizielle Max-und-Moritz-Gala findet am Freitag, 5. Juni, um 20:30 Uhr im Markgrafentheater statt. Es wird ein Fest der künstlerischen Vielfalt und eine beeindruckende Hommage an die besten Werke der letzten zwei Jahre.
Für alle, die das Festival nicht verpassen möchten, sind alle Informationen rund um die Termine, das Programm und die teilnehmenden Künstler*innen auf der Webseite des Festivals unter www.comic-salon.de zu finden.