Am kommenden Sonntag, den 8. Dezember, wird Hamburg im Zeichen des Fußball-Nordderbys stehen. Um 15:30 Uhr treffen der Hamburger SV und Werder Bremen im Volksparkstadion aufeinander. Für die Polizei und die Fans dieses Spiels gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. NDR berichtet, dass die Polizei Gespannen mit einem massiven Aufgebot entgegentritt, insbesondere da sie mit Tausenden von Werder-Fans rechnet, die in die Hansestadt strömen.
Der Fanmarsch der Bremer Anhänger startet um 12 Uhr am S-Bahnhof Othmarschen und führt direkt zum Stadion. Ein ganzes Spektrum an Einsatzkräften wird den Marsch begleiten, um die verschiedenen Fangruppen voneinander zu trennen und mögliche Konflikte zu vermeiden. Besonders im Fokus stehen etwa 1.200 Personen, die teils aus dem Ultra-Umfeld stammen und beobachtet werden. Trotz einiger Provokationen erhofft sich die Polizei einen ruhigen Verlauf des Spiels.
Historisches Duell und Sicherheitslage
Es ist das erste Nordderby seit 2018 und die Rivalität zwischen HSV und Werder wird geprägt von einer feindschaftlichen Atmosphäre. Dennoch schätzt die Polizei das Gefahrenpotenzial dieses Spiels als geringer ein als bei den Stadtderbys zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli. Auch Stern berichtet, dass die Polizei eine hohe Gefährdungseinschätzung jedoch als Grund für einen erhöhten Polizeieinsatz sieht.
Das Hauptziel der Sicherheitskräfte bleibt klar: die Trennung der beiden Fanlager. Unterstützt werden die Hamburger allerdings von Fans des VfB Lübeck und Hannover 96, während Werder Bremen auf die Hilfe von FC St. Pauli und Darmstadt 98 zählen kann. Für die 5.700 Gästefans, die hauptsächlich mit Bussen und Zügen anreisen, werden zudem einige Verkehrseinschränkungen erwartet. Der A7 und der Elbtunnel sind an diesem Wochenende für 55 Stunden gesperrt.
Vorbereitungen und Provokationen
Mit Blick auf die Vorbereitungen haben mutmaßliche Werder-Fans bereits einige Tage vor dem Spiel Plakate mit Anti-HSV-Botschaften in der Stadt aufgehängt, was von der Polizei als Provokation, jedoch nicht als strafrechtlich relevant eingestuft wurde. Dennoch zeigt es, dass die emotionale Spannung vor diesem Aufeinandertreffen hoch ist. Die Hamburger Polizei bleibt optimistisch, dass die Veranstaltung friedlich verlaufen wird, auch wenn einige Spannungen drohen.
Für die nächsten Tage wird es spannend, die Fanmarsch-Aktionen und das gesamte Spielgeschehen zu beobachten. Verantwortungsvoll bleiben die Fans aufgefordert, das Fußballfieber auf friedliche Weise zu genießen. Mehr Informationen über das Spiel und die Bundesliga gibt es auf Kicker.