Heute ist der 7.07.2026 und während sich die Sonne über Bahrenfeld erhebt, hat die Hamburger Umweltbehörde mit einer unangenehmen Realität zu kämpfen: die Kosten für Großprojekte explodieren. Ja, es geht um die Klärschlammanlage VERA II und die Müllverwertungsanlage der Stadtreinigung – zwei wesentliche Projekte, die nun deutlich teurer werden, als ursprünglich geplant. Die CDU hat bereits eine schriftliche Anfrage an den Senat gestellt, um Klarheit über mögliche Mehrkosten bei weiteren Projekten zu bekommen. Und die Antwort des Senats? Eine schockierende Bestätigung, dass 30 Projekte teurer werden – und zwar in einem Ausmaß, das einem die Kinnlade herunterklappen lässt.

Die Gesamtmehrausgaben für all diese Projekte belaufen sich auf rund 1,4 Milliarden Euro. Ein echtes Brett! Besonders ins Auge springt die Kostensteigerung des Gaskraftwerks der Hamburger Energiewerke im Energiepark Hafen – hier hat sich der Kostenrahmen von 450 Millionen Euro auf satte 790 Millionen Euro erhöht! Das sind 74% mehr. Wer da nicht ins Schwitzen kommt, hat das Thema Geld nicht verstanden.

Erhebliche Steigerungen bei weiteren Projekten

Doch das ist noch nicht alles. Auch die Projekte der Hamburger Energienetze zeigen erhebliche Kostensteigerungen. Das Umspannwerk Bahrenfeld hat eine Erhöhung von 172% erfahren, während die Quartierserneuerung Tonndorf sogar um 152% teurer geworden ist. Es gibt jedoch auch Lichtblicke: Einige Projekte blieben im Budget oder wurden sogar günstiger als geplant. So etwa die sanierte Alsterschwimmhalle – sie sollte 80,8 Millionen Euro kosten und kam mit 81,4 Millionen Euro fast auf den Cent genau aus.

Der CDU-Umweltexperte Sandro Kappe hat die Aufsichtsräte für ihre mangelhafte Kontrolle und ihr unzureichendes Risikomanagement heftig kritisiert. „Das kann so nicht weitergehen“, sagt er. Forderungen nach professionell besetzten Aufsichtsräten mit klaren Verantwortlichkeiten werden immer lauter. Umweltsenatorin Fegebank hat kürzlich die Klärschlamm-Verbrennungsanlage besucht und auch hier wird eine Kostensteigerung erwartet. Die Fragen, die sich jetzt auftun, sind nicht nur für die Politik, sondern auch für die Bürger von großer Bedeutung.

Vor der Bürgerschaftswahl: Klarheit gefordert

In Anbetracht der bevorstehenden Bürgerschaftswahl fordern sowohl CDU als auch die Linke mehr Klarheit über die Gründe für die Kostensteigerungen. Das ist verständlich. Die Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, wohin ihr Geld fließt und warum es plötzlich mehr kostet. Man könnte fast sagen, dass die Hamburger Politik in einer Art Kostenlabyrinth gefangen ist, aus dem sie einen Ausweg finden muss, bevor die Wähler zur Urne schreiten.

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Die Situation ist angespannt und die Fragen sind drängend. Wird es gelingen, die Kosten im Griff zu behalten? Und wie kann man das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen, wenn es um so essentielle Projekte für die Umwelt geht? Fest steht: Es liegt noch ein langer Weg vor uns, und der wird nicht einfacher. Wenn man sich die Zahlen anschaut, wird einem klar, dass hier mehr als nur ein paar Euro im Spiel sind – hier geht es um die Zukunft unserer Stadt.