Hamburg geht mit großen Schritten auf die Olympischen Spiele 2028 zu und möchte die Bürger:innen von Anfang an ins Boot holen. Ab heute startet eine umfangreiche Informationskampagne, die die Ideen und Pläne für die Spiele, die die Stadt sowohl sportlich als auch städtebaulich voranbringen sollen, präsentiert. Der Fokus liegt dabei auf der Schaffung eines nachhaltigen und integrierten Konzepts, das sowohl die Bevölkerung als auch die Umwelt berücksichtigt. Die MoPo berichtet, dass die Stadt den Bürger:innen die fünf zentralen Punkte des olympischen Ansatzes näherbringen will.

Zentraler Bestandteil des Hamburger Konzepts ist die Schaffung der „Olympic Park City“ und „Olympic Park Altona“, die als Herzstück der Sportstätten fungieren sollen. Geplant sind schwimmende Plattformen auf der Binnenalster, wo 3×3-Basketball, Bogenschießen und Padel stattfinden sollen. Zudem wird das Olympische Dorf, das etwa 15.000 Athleten und Offizielle beherbergen soll, in der Science City in Bahrenfeld entstehen. Hier ist es vorgesehen, nach den Spielen die Wohnungen in regulären Wohnraum für ca. 9.000 Hamburger umzuwandeln, wobei über 50% der neuen Wohnungen geförderte Mietwohnungen sein sollen.

Ein durchdachtes Finanzkonzept

Wie sieht es mit den Finanzen aus? Hamburg hat des Öfteren darüber nachgedacht, wie sich die Austragung der Olympischen Spiele rechnen kann. Das Organisationsbudget beläuft sich auf 4,8 Milliarden Euro, wobei die Einnahmen aus dem Olympia-Bereich diese Summe decken sollen und ein Gewinn von 100 Millionen Euro angestrebt wird. Ein Teil der Investitionen, etwa 1,3 Milliarden Euro, ist für Stadtentwicklungsprojekte und Sportförderung eingeplant. Diese Gelder sollen laut den Verantwortlichen auch für unvorhergesehene Dinge Verwendung finden. Während die genauen Sicherheitsausgaben noch unklar sind, hat der Bund finanzielle Unterstützung zugesichert.

Ein zentraler Punkt bei den Spielen wird auch die Mobilität sein. Hier möchte Hamburg kurze Wege zwischen den Sportstätten schaffen, vieles soll zu Fuß erreichbar sein. Geplant sind autonome Kleinbusse sowie spezielle Radspuren, während auf „Olympic Lanes“ für Sportler verzichtet wird. Auch der Ausbau des „Park and Ride“-Angebots steht auf der Agenda.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein großes Anliegen der Stadt ist die Nachhaltigkeit der Olympischen Spiele. Das Ziel ist es, die Angebote klimaneutral und idealerweise klimapositiv zu gestalten. Dabei sollen 100% erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, CO₂-freie Mobilität gefördert werden und nachhaltige Materialien verwendet werden. Die Planung eines „Olympischen Bands“ vom Volkspark Altona bis zum Wasserpark Dove-Elbe (Eichbaumsee) wird als zusätzliches Highlight angesehen, das die Umwelt aufwerten kann.

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Abgerundet wird das Angebot durch ein Ticketkontingent für die Hamburger Bevölkerung: Eine Million Tickets in der günstigsten Kategorie sollen zur Verfügung stehen, zudem werden kostenfreie Tickets für ehrenamtlich Tätige und Menschen mit geringem Einkommen bereitgestellt.

Um die verschiedenen Perspektiven der Olympischen Spiele zu beleuchten, fand in der Uber Eats Hall eine Veranstaltung mit dem Titel „Urban Catalyst“ statt. Hier wurden die nachhaltigen Mehrwerte von Mega-Events für Metropolen thematisiert. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten über die langfristigen Folgen solcher Veranstaltungen. Entwicklungsstadt hebt hervor, dass es wichtig ist, aus den Erfahrungen vergangener Olympiaden, wie in London 2012 oder Rio 2016, Lehren zu ziehen. Der perfekte Plan könnte eine grundlegend positive Wirkung auf die Stadtentwicklung und Gesellschaft haben. Nichtsdestotrotz ist es essentiell, die Risiken wie Gentrifizierung und soziale Ungleichheiten im Auge zu behalten.