Ab dem Dienstag, dem 17. Februar 2026, wird es in Hamburg turbulent zugehen, denn die Gewerkschaft ver.di hat Wellenstreiks bei der Hamburger Hochbahn AG angekündigt. Drei Tage lang, bis zum Donnerstag, dem 19. Februar, sind verschiedene Bereiche und Betriebshöfe betroffen, was zu erheblichen Einschränkungen im Nahverkehr führen könnte. Laut hamburg.de wird jedoch die S-Bahn und die HADAG-Fähren nicht betroffen sein.

Die Buslinien, die von Dienstag um 3 Uhr bis Mittwoch um 3 Uhr nicht fahren werden, sind zahlreich: dazu gehören unter anderem die Linien 4, 5, 6, 7, 17 und viele mehr. Insgesamt lässt sich eine Liste von über 30 Buslinien anführen, die dann stillstehen werden. Erfreulich ist jedoch, dass auf einigen anderen Linien, wie den Linien 12, 16 und 23, trotzdem ein Teilbetrieb möglich bleibt. Hier ist also für die Hamburger Fahrgäste ein kleines Licht am Ende des Tunnels sichtbar.

Hintergrund der Streiks

Die Streikmaßnahmen stehen im direkten Zusammenhang mit den laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Hochbahn. Der Druck auf die Arbeitgeber und den Hamburger Senat soll durch diese Wellenstreiks erhöht werden, wie ver.di Hamburg erklärt. Die Gewerkschaft fordert substanziell höhere Löhne von 7,5 Prozent, eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung sowie verschiedene soziale Leistungen, etwa einen Mietkostenzuschuss von 200 Euro monatlich. Im aktuellen Verhandlungsverlauf gibt es bislang nur wenige positive Angebote seitens der Arbeitgeber.

Interessant ist auch, dass die letzte Verhandlungsrunde am 30. Januar ohne jegliches Angebot von Seiten der Arbeitgeber endete. Die nächsten Gespräche sind für den 20. und 24. Februar angesetzt, und sollte es zu keinem Abschluss kommen, könnte eine Ausweitung der Streiks in der kommenden Zeit nicht ausgeschlossen werden.

Der Einfluss der Tarifverhandlungen

Die aktuellen Streiks sind nicht nur ein lokales Phänomen, sondern stehen im Kontext der allgemeinen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, wie sie in ganz Deutschland stattfinden. Wie tagesschau.de berichtet, wurde in diesem Jahr eine Tarifeinigung für 925.000 Tarifbeschäftigte erzielt, die auch auf Beamte und Pensionisten angewendet werden soll. Diese Einigung betrifft unter anderem eine schrittweise Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent bis Ende Januar 2028.

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Für Hamburgs Verkehrsbetriebe bedeutet dies eine besondere Herausforderung. Die Gewerkschaft ver.di möchte durch die Werksstreiks die Rahmenbedingungen und die Entlohnung der Mitarbeiter so zu verbessern, dass diese den gestiegenen Lebenshaltungs- und Arbeitskosten Rechnung tragen.

So bleiben die Fahrgäste in den kommenden Tagen aufgerufen, sich über die HVV App oder die Website regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen zu informieren, um nicht im Stau der Streiks zu stehen. Die Verkehrsbetriebe bitten zudem um Verständnis und Geduld während dieser turbulenten Phase.